INTERNATIONAL PLAN OF ACTION FREE LULA

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Migrationspolitik: zwischen Heuchelei, Verwirrung und Instrumentalisierung.

Ein bemerkenswerter Artikel vom Alternativengipfel (deutsche Übersetzung).

Am 29. und 30. November 2017 haben sich afrikanische und europäische Staats- und Regierungschefs in Abidjan für eine Afrika-Europäische Union getroffen. Das Gipfeltreffen hatte das Ziel, "zukünftige Richtungen der Zusammenarbeit zwischen den beiden Kontinenten zu definieren“.[1]. Die Migrationsprobleme waren an der Spitze der Tagesordnung, da das Gipfeltreffen eine Gelegenheit war, die Orientierungen weiterzuverfolgen, die auf einem anderen Migrationsgipfel in Valletta, Malta, im Jahr 2015 festgelegt wurden.

Von Sebastian Franco (Alternativen-Gipfel)

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MARX-KONFERENZEN IN PEKING UND MOSKAU

MARX-KONFERENZEN IN PEKING UND MOSKAU

Zum Gedenken an den 200. Geburtstag von Marx gab und gibt es weltweite Veranstaltungen (jetzt z.B. in Budapest/ Sofia/....). An seinem Geburtsort Trier wurde eine Statue aufgestellt. In Mannheim (Deutschland) gab es sogar einen Marsch durch die Stadt. Im Mai nahm ich an zwei großen Konferenzen teil - in Peking und Moskau.

BEIJING

Die Konferenz in Peking an der Peking-Universität war sehr "offiziell": viele Verbeugungen vor Marx und Lob für die Ideen von Ji Jinping - aber sehr wenig Inhalt. Die Mehrheit der ChinesInnen präsentierte Marx als Teil einer "Staatsreligion". Nur einige behandelten konkrete Probleme mit der - noch immer gültigen - Methode von Marx als Instrument der Analyse.

Die interessantesten Beiträge kamen von einigen russischen ReferentInnen und "Westlern".

Ein russischer Redner berichtete über das tragische Leben von Rjazanow - Direktor des berühmten Marx Engels Instituts, der von seinem Posten vertrieben und schließlich von Stalin liquidiert wurde. Ludmilla Buzgalin sprach über die (möglichen) Beziehungen zwischen China und Russland. Im Zusammenhang mit der Seidenstraßen-Initiative fragte sie, ob es nur wirtschaftliche Projekte oder auch Raum für Kultur und soziale Aktivitäten geben wird? Ob alles von oben kommt oder ob die Zivilgesellschaft ihren Beitrag leisten kann?

Auch die Inputs der indischen GenossIen waren interessant - sie haben die wachsende Kluft zwischen Importen und Exporten zwischen Indien und China aufgezeigt und dass Indien immer mehr an Boden verliert.

Es gab Interventionen von Davis Harvey und Samir Amin. Sie sprachen über den aggressiven Charakter des gegenwärtigen Kapitalismus/Imperialismus und die wachsende Tendenz zu Kriegen und Umweltzerstörung.

Cheng Enfu von der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften (CASS)/Abteilung Marxismus gab einen Überblick über die aktuelle wirtschaftliche und politische Situation in China. Er erwähnte seine - kritische - Rede auf dem Volkskongress gegen weitere "Liberalisierungen" (z. B. "Öffnung des Finanzsektors für internationales Kapital"). Nach seiner Intervention "besuchte" ihn eine hochrangige Delegation. Über seine Rede gab es keinerlei Informationen in den - offiziellen - Medien....

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MARX CONFERENCES IN BEIJING AND MOSCOW

MARX CONFERENCES IN BEIJING AND MOSCOW

In memory of the 200th birthday of Marx there were and are worldwide events (now f.e  in Budapest/ Sofia/...). In Trier where he was born a statue was erected. In Mannheim (Germany) there was even a march through the city. I attended two big conferences in May - in Beijing and Moscow.

BEIJING

The conference in Bejing at the Peking University was very "official": many bows to Marx and praising of the ideas of Ji Jinping - but very few content. The majority of the chinese speakers presented Marx as part of a "statereligion". Only some dealt with concrete problems using the - still valid - method of Marx as a tool for analysis.

The most interesting inputs came from some russian speakers and "westeners".

One russian speaker reported about the tragic life of Rjazanow - director of the famous Marx Engels Institute who was expelled from his post and finally liquidated by Stalin. Ludmilla Buzgalin spoke about the (possible) relations between China and Russia. In relation to the belt and raod initiative she asked if there will be only economic projects or also room for culture and social activities ? If everything is coming from above or if the civil society can play its part?

Also the inputs of indian comrades were interesting - they mentined the rising gap of imports/ exports between India/ China and that India is loosing more and more ground.

There were interventions of Davis Harvey and Samir Amin. They spoke about the aggressive character of present capitalism/ imperialism and the growing tendency towards wars and destruction of the environment.

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Was bedeutet es heute, MarxistIn zu sein? (Abstract für MARX-CONFERENCE, PEKING UNIVERSITY am 5./6. Mai) von Hermann Dworczak

Der Originaltext ist in Englisch. Original in English. Zuerst die deutsche Übersetzung/ first German:

WAS BEDEUTET ES HEUTE, EIN MARXIST ZU SEIN?
 
Generell können wir sagen, dass die von Marx entwickelten Hauptpositionen durch die Geschichte bewiesen wurden und immer noch gültig sind: seine Analysen der Struktur des Kapitalismus und seiner immanenten Krisen; seine Charakterisierung des bürgerlichen Staates, der nicht übernommen werden kann und dass die Arbeiterklasse ihren eigenen Staat schaffen muss; die Notwendigkeit von Revolutionen und nicht nur von Reformen; etc.
 
Aber es reicht natürlich nicht aus, Marx zu "zitieren", um die Welt von heute zu verstehen.

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György Dalos DER LETZTE ZAR (Rezension)

1917 wurde die Zarendiktatur gestürzt. 1918 wurde der letzte Zar Nikolaj II. in Jekaterinenburg vor dem Hintergrund des eskalierenden Bürgerkriegs getötet. György Dalos, Autor vieler historischer Studien, aber auch Romane, analysiert die Hintergründe, wie es dazu gekommen ist.                                                                                                                           

Rund um den 17. Juli, den hundertsten Jahrestag des Todes des Zaren, wird es in Russland jede Menge idealisierende "Erinnerung" und Kitsch geben. Auch international wird es nicht an einer großen Portion Unsinn und viel Weihrauch fehlen. Umso wichtiger, sich ernsthaft mit dem realen Geschehen auseinanderzusetzen. Dalos hat die Faktenlage gründlich studiert - auch auf Grund seiner Sprachkenntnisse war ihm dies möglich. Er entwirft ein realistisches Bild des letzten Romanow, fern jeglicher Schönfärberei und nachträglicher Stilisierung.

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SOCIAL VECTORS OF ECONOMIC MODERNISATION (Speech Hermann Dworczak at “Economic Forum” in St. Petersburg April 2nd 2018

1. First of all we have to clear what is meant with "modernisation". Is it only to put more steam in the actual existing machine? More cars, more highways, more shopping walls, more football stadions, computers and robots?

Or is it a real "take off" (Rostow) - a balanced social, cultural and ecological development to future?

I think only the second definition is a real and comprehensive modernisation.

2. When we stick on the second definition it is obvious that modernisation is not only and not mainly a technical thing. It depends on a lot of SOCIAL parameters:

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Gerechtigkeit für Marielle Franco!

Wir fordern Gerechtigkeit für Marielle Franco

Am 14. März ist in Rio de Janeiro eine der führenden und mutigsten Aktivistinnen der sozialen Bewegungen in Brasilien auf der Straße ermordet worden. Unbekannte Angreifer haben Marielle Franco, Stadtratsmitglied und Menschenrechtsaktivistin, aus einem vorbeifahrenden Fahrzeug viermal in den Kopf geschossen, als sie von einer Versammlung von jungen schwarzen Aktivist*innen kam. Ihr Fahrer Anderson Pedro Gomes ist ebenfalls ermordet worden.

Lange bevor sie 2016 in den Stadtrat von Rio gewählt wurde, war Marielle als unermüdliche und unerschrockene Anwältin für die Rechte von Afro-Brasilianer*innen, LGBT-Personen, Frauen und Gemeinschaften mit niedrigen Einkommen weithin bekannt. Sie war eine lesbische schwarze Frau, die in einem der ärmsten Viertel von Rio geboren worden und aufgewachsen war, und führte unablässig Kampagnen gegen die hochschnellende Polizeigewalt in den Favelas der Stadt.

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WSF: WELCHE ALTERNATIVEN SIND MÖGLICH? - 2.BERICHT

meninasalvadorgrafiteNach der beindruckenden Demo am Dienstag nahm das WSF am Mittwoch  seine inhaltliche Arbeit auf.  Auf dem riesigen Gelände der Föderalen Uni von Bahia (UFBA) findet eine Unzahl von Veranstaltungen statt. Ich hatte gerade Zeit für 3 von ihnen.

Bei der ersten ging es um "neue Paradigmen", um "das ökologische Desaster zu vermeiden und eine Gesellschaft des guten Lebens/ bien vivir zu schaffen". In einem grundsätzlich angelegten Beitrag setzte sich Edgardo Lander von der Universidade Central da Venezuela mit dem Extraktivismus - also dem Gesellschaftsmodell, das vor allem auf der Ausbeutung der Bodenschätze beruht - und dessen katastrophalen Folgen für Mensch und Natur auseinander. Extraktivismus hat nicht bloß eine ökonomische Dimension, er durchdringt alle Strukturen und Poren der Gesellschaft: er schafft spezielle Hierarchien und Abhängigkeiten (insbesonders vom Weltmarkt und dessen internationaler repressiver Arbeitsteilung), er prägt die zwischenmenschlichen Beziehungen, er geht insbesonders zu Lasten der Indigenen. Lander schilderte - ebenso wie andere RednerInnen -, daß die progressiven Regierungen Lateinamerikas das Modell des Extraktivismus weitgehend und unkritisch übernommen haben - mit dem Argument, damit Sozialreformen finanzieren zu können.

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