"GRIECHANLAND: WAS NUN?" Diskussion im Amerlinghaus Di.15.9.19h Amerlinghaus

Griechenland: Was nun?
Podiumsdiskussion über die aktuelle Lage und Solidaritätsarbeit

Prof. Dr. Athanasios Marvakis,
Sozialwissenschaftler und politischer Aktivist, Aristoteles Universität, Thessaloniki.

Robert Misik
Journalist & Sachbuchautor, Wien

Hermann Dworczak
Komitee "Solidarität mit dem Widerstand in Griechenland", Wien


Dienstag, 15. September 2015, 19:00 Uhr,
Amerlinghaus, 1070 Wien, Stiftg. 8

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GRIECHANLAND: NACH ALL DEN ERPRESSUNGEN UND DER SPALTUNG VON SYRIZA- WIE WEITER IN DER SOLIDARITÄTS-ARBEIT?

Griechenland ist seit Jahren Zielscheibe einer umfassenden Ausplünderungs- und Erpressungspolitik. Seit dem Wahlsieg von Syriza in diesem Jahr haben sich diese Attacken der "Institutionen" (früher Troika) weiter intensiviert. Mit allen nur möglichen Strangulierungen soll gezeigt werden, daß ein "linkes Experiment" unmöglich sein soll.

Die von Syriza (mit der kleinen rechtspartei Anel) gebildete Regierung hat nach dem Wahlerfolg einige wichtige positive Veränderungen durchgeführt (gewisse Rentenanhebungen; Gratisstrom für besonders Bedürftige;...). Sofort wurden von den EU-Granden scharf geschossen und  stattdessen Reformen im Interesse des Kapitals gefordert: Schuldenrückzahlung, Privatisierungen öffentlicher Unternehmen etc.

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WIEN: PHANTASTISCHE DEMO VON ZEHNTAUSENDEN FÜR ASYLRECHT UND GEGEN FREMDENFEINDLICKEIT

Gestern, Montag den 31. August, fand in Wien eine Riesen-Demo zur Unterstützung der Flüchtlinge und gegen Fremdenhaß statt: Einige zehntausend Menschen - wahrscheinlich waren es 40 000 oder mehr! - gingen vom Westbahhof über die Mariahilferstraße bis zum Parlament. Es war eine echte Freude, Massen von - vor allem, aber nicht nur - jungen Menschen zu sehen, die sich für Humanität, und konkrete Hilfe für Füchtlinge aussprachen und sich dagegen verwehrten, daß "Europa zu einem Massengrab wird".

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Flüchtlingstragödie: Zynismus und Niedertracht der Herrschenden kennen keine Grenzen!

Als vor einigen Monaten einige Hundert Flüchtlinge im Mittelmeer ums Leben kamen, fand  auf dem Wiener Minoritenplatz eine rasch organisierte Gedenkkundgebung statt, auf der sich auch die Regierung hineindrängte. Betroffene Gesichter wurden gezeigt, reale Verbesserungen für Flüchtlinge gab es nicht (genau das wurde auch am Abend im ORF vom Leiter der Außenpolitik prognostiziert). Im  Gegenteil: was sich rund um Traiskirchen abspielt, spottet jeder Beschreibung. Um es drastisch zu formulieren: wenn ich die widerlichen Verdrehungen der Innenministerin höre, geht mir das Geimpfte auf!

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GRIECHENLAND: NACH ALL DEN ERPRESSUNGEN UND DER SPALTUNG VON SYRIZA - WIE WEITER IN DER SOLIDARITÄTS-ARBEIT?

Griechenland ist seit Jahren Zielscheibe einer umfassenden Ausplünderungs- und Erpressungspolitik. Seit dem Wahlsieg von Syriza in diesem Jahr  haben sich diese Attacken der "Institutionen" (früher Troika) weiter intensiviert. Mit allen nur möglichen Strangulierungen soll gezeigt werden, daß ein "linkes Experiment" unmöglich sein soll.

Die von Syriza (mit der kleinen rechtspartei Anel) gebildete Regierung hat nach dem Wahlerfolg einige wichtige positive Veränderungen durchgeführt (gewisse Rentenanhebungen; Gratisstrom für besonders Bedürftige;...). Sofort wurden von den EU-Granden scharf geschossen und  stattdessen Reformen im Interesse des Kapitals gefordert: Schuldenrückzahlung, Privatisierungen öffentlicher Unternehmen etc.

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GRIECHENLAND NACH DEN ERPRESSUNGEN UND DER SPALTUNG VON SYRIZA (erste Reflexionen)

Vorbemerkung: um es klar und unmißverständlich zu sagen- HAUPTFEIND der interntionalen Solidaritätsbewegung war, ist und bleibt die Erpressungspolitik des globalen Kapitals und der ihm verpflichteten politischen Kräfte (siehe dazu auch meine  "7 Theses on the political development in Greece"). Aber es ist schlicht unmöglich, vor den jüngsten Entwicklungen die Augen zu verschließen.-

Auf die von Syriza (und der kleinen Rechtspartei Anel) gebildete Regierung wurde eine gigantische Erpressung und ökonomische Strangulierungspolitik ausgeübt. Selbst kleine Reformen waren den EU-Granden ein Dorn im Auge. Immer und immer wieder gaben sie zu verstehen: "Schulden müssen bezahlt werden" und dafür müsse es - wie schon unter den vorherigen griechischen Regierungen - eben Privatisierungen und Sozialabbau geben.

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Alexis Tsipras im Interview - Verhandlungen mit den Gläubigern, Referendum und finanzieller Staatsstreich

Quelle: http://www.neues-deutschland.de/artikel/980098.die-austeritaet-ist-eine-sackgasse.html

 

»Die Austerität ist eine Sackgasse«

Alexis Tsipras über die harten Verhandlungen mit den Gläubigern, das Referendum und den finanziellen Staatsstreich

Harte Verhandlungen, Rückenwind durch das Referendum und dann der finanzielle Staatsstreich: Alexis Tsipras musste in kurzer Zeit viel erleben. Und hat den Glauben an ein anderes Europa dennoch nicht verloren.

Die SYRIZA-geführte Regierung Griechenlands verhandelt wieder mit den Gläubigern – an diesem Dienstag über das hoch brisante Thema Privatisierungen. Gegenstand der Gespräche sind die knallharten Forderungen der so genannten Institutionen, die Ende Juni in Brüssel von Athen akzeptiert wurden mussten, um den Ausstieg aus dem Euro zu vermeiden. Die finanz-, wirtschafts- und sozialpolitischen Folgen für Griechenland sind gravierend; der linke Flügel von SYRIZA begehrt dagegen auf, weshalb vorgezogene Parlamentswahlen keine rein theoretische Frage mehr sind. Am 29. Juli gab Ministerpräsident Alexis Tsipras dem SYRIZA-nahen Rundfunksender »Sto Kokkino« ein Interview, in dem er den schwierigen Kurs gegenüber den Gläubigern und in der eigenen Partei erklärt und die Verhandlungen seit seinem Regierungsantritt Anfang des Jahres zusammenfasst. Inzwischen liegt eine Übersetzung wesentlicher Passagen von transform! vor, die wir hier veröffentlichen.

Nächstes Treffen des Komitees "SOLIDARITÄT MIT DEM WIDERSTAND IN GRIECHENLAND" Di.25.August 19h AMERLINGHAUS

Liebe FreundInnen, KollegInnen, GenossInnen!

Das nächste Treffen des Komitees "Solidarität mit dem Widerstand in Griechenland" findet am Di. 25.August 19h im  Amerlinghaus statt.

Tagesordnung (Vorschlag):

  • Fortsetzung der Debatte über die aktuelle Situation
  • Unsere nächsten Aktivitäten (v.a. Podiumsdiskussion am Volksstimme-Fest: Sa. 5. September 16-18h: Flugi, Broschüre/n; Zusammensetzung des Podiums...)
  • Infos über internationale Aktiviäten

              Mit solidarischen Grüßen

                 Hermann Dworczak (0676 / 972 31 10 )

7 THESES ON THE ACTUAL DEVELOPMENT IN GREECE

 

7 THESES ON THE ACTUAL DEVELOPMENT IN GREECE  

1. Greece was in the last years the country in Europe where international capital and its political forces implemented fully its austerity programme - with all its horrible consequences: unemployment rate nearly 30 percent, youth unemployment 60 percent, destruction of the public health and education sector etc. This was done together with the big bourgeoisie in Greece the socialdemocratic Pasok (Papandreou) and the conservative Nea Demokratia (Samaras).
 
2. Though massive intervention from outside through international capitalist forces (Juncker, Merkel, Schäuble,...) the left party Syriza could win the elections this year with 36 percent of the votes. Syriza formed together with the tiny right-wing party Anel a government (the stalinist communist party of Greece KKE was and is against any form of cooperation with Syriza).
 
The government  started immediatly with -small- social reforms for the poorest parts of the society: more money for sectors of the retired people; free electricity for some layers of the society etc.
 
Even these small changes are not accepted by the representatives of the international bourgeoisie. They demand further "reforms": ongoing privatization of the public sector and full payment of the debts of the country (the vast majority of these debts has been created under the neoliberal governments of Papandreou and Samaras; f.e. the buying of weapons from Germany and France).

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