ALTERSUMMIT: FORTSETZUNG DER DISKUSSIONEN – DEMO - KURZBILANZ

Am zweiten Tag des Altersummit gab es eine Reihe von spannenden Arbeitskreisen. Der Arbeitskreis "Rechtsextemismus, Neonazismus" fand regen Zulauf.

Nach einem Einleitungsstatement von Walter Baier, indem er den internationalen Charakter des Anstiegs des Rechtsextremismus hervorhob und unterstrich, dass diese Entwicklung nicht losgelöst von den Krisen des Kapitalismus gesehen werden kann, entspann sich eine breite Debatte, die sich über den ganzen Vormittag zog.

KollegInnen und GenossInnen aus etlichen europäischen Ländern berichteten über die jeweilige Lage: etwa über die Gefahren, die mit dem wachsenden Einfluss der offen faschistischen "Goldenen Morgenröte" in Griechenland verbunden sind oder die jüngste Ermordung eines 18jährigen Gewerkschafters und Antifaschististen. Weitgehende Einigkeit herrschte über folgende Schlussfolgerungen:

  • es bedarf einer vertieften Auseinandersetzung mit den verschiedenen Facetten des Rechtsextremismus ("Nicht alle Katzen sind grau"), um ihn in seinen verschiedenen Ausprägungen wirksamer bekämpfen zu können. In Paris wird es im Herbst dazu eine "Studienkonferenz" geben.
  • Die Netzwerke, die sich dem Kampf gegen den Rechtsextremismus widmen (z.B. "International network against the far right"- Spring 2) sollten mehr und besser kooperieren bzw. überhaupt verschmelzen: nicht zuletzt, um rascher, effektiver und GEMEINSAM handeln zu können (positives Beispiel: die internationalen Mobilisierungen gegen die Versuche der Nazis in Dresden durch die Stadt zu marschieren).
  • im kommenden Jahr wird es einen groß angelegte internationalen Kongress gegen Rechtsextremismus und Neonazismus geben. Als mögliche Orte wurden Madrid, Valencia, Berlin und Budapest genannt - wobei es eine starke Artikulation für Budapest gab.

Die abschließende Demo war bunt und lebendig- aber umfasste gerade 1.35O Personen. Hier, wie beim Altersummit generell, zeigte sich die beschränkte Mobilisierung. Es gab etliche Absprachen in "den oberen Etagen", was aber bekanntlich nicht heißt, dass tatsächlich breit für den Altersummit geworben wird. Die GPA, die den Aufruf für Athen mit unterstützt hatte, war nicht die einzige derartige Organisation, die selbst nicht vor Ort präsent war. Auch andere "Größen" beließen es bei platonischen Lippenbekenntnissen. Und auch zu vielen Bewegungen und linken Organisationen gelang kein Brückenschlag bzw. es bestand kein/wenig Interesse daran.

Trotz dieser Defizite war Athen richtig und wichtig: Jetzt wird es darauf ankommen, die dortigen Debatten und Beschlüsse in konkrete Aktionen umzusetzen!

 

Hermann Dworczak (0043/ 676 / 972 31 10)

 

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