Reiner Stach KAFKA. Die Jahre der Entscheidungen (Rezension)

Ein kurzer Prag-Aufenthalt bewog mich, mich erneut mit Kafka auseinanderzusetzen. Ich las wiedermal den "Prozeß", wollte mehr über dessen Entstehungsprozeß wissen und landete bei Stachs Kafka-Biographie.
  
Stachs methodischer Ansatz besteht darin, sich auf die "Jahre der Entscheidungen" zu konzentrieren. Auf die Jahre 1910-1915, in denen "in rascher Folge alle Weichen gestellt (werden), die Kafkas weiteren Weg bis zum Ende bestimmen werden" (Einband-Text). Diese Konzentration hat auf den ersten Blick einiges für sich. Tatsächlich fallen in diese Jahre Schlüssel-Werke wie "Das Urteil", "Die Verwandlung", "Der Verschollene" (später von Max Brod unter dem Titel "Amerika" herausgegeben)  und "Der Prozeß".  In diesen Jahren kommt es auch zu der mehr als verwickelten "Beziehung" zu Felicitas Bauer, die Stach in all seinen Einzelheiten ausleuchtet. Klar wird, wie prägend diese -gescheiterte- Begegnung für das Leben und das Schaffen Kafkas war.

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Wegen Solidarität mit Palästinensern: Affront gegen Landesvorstand der Linken

»Affront gegen Landesvorstand der Linken«

Dirk Bredow

Eigene Genossen machen Front gegen Linke-Politiker in NRW wegen Solidarität mit Palästinensern. Ein Gespräch mit Jürgen Aust

Jürgen Aust ist Mitglied des Landesvorstandes der nordrhein-westfälischen Linkspartei

Am Freitag abend haben mehrere tausend Menschen in Essen und Köln für eine friedliche Lösung des Nahostkonflikts demonstriert. Die Proteste waren maßgeblich vom Linke-Landesverband und der Linksjugend organisiert worden. Was waren die Beweggründe?

Wir hatten als Landesvorstand bereits vor einer Woche eine Erklärung veröffentlicht, mit der wir die Bombardierung Gazas entschieden verurteilt und zu einem sofortigen Stopp aller Kampfhandlungen aufgerufen haben. Gleichzeitig hatten wir erklärt, daß wir Proteste und Kundgebungen gegen den Krieg und für eine friedliche Lösung des Nahost-Konfliktes unterstützen. Die Linke versteht sich nicht zuletzt aufgrund ihres Erfurter Programms als eine Partei, die Krieg als Mittel der Politik verurteilt. Deshalb war es für uns eine Selbstverständlichkeit, auch den erneuten militärischen Überfall auf Gaza zu verurteilen und gegen ihn zu protestieren. Bekanntlich hatte das israelische Militär bereits 2008/2009 Gaza bombardiert und eine hohe Zahl von Toten und verletzten Menschen verursacht. Bereits dieser Krieg hat die Lage weiter verschärft. Israels Regierung sollte endlich begreifen, daß der Konflikt nicht militärisch zu lösen ist.

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Nächster Treff des Komitees 'Solidarität mit dem Widerstand in Griechenland" Di.22.7. 19 Uhr Amerlinghaus

Liebe GenossInnen!

Unser nächstes Treffen ist am Di. den 22. Juli um 19 Uhr im Amerlinghaus. Wir sollten uns überlegen, welches Info-Material wir noch während des Sommers produzieren und unsere Veranstaltung auf dem Volksstimme-Fest andiskutieren.

      Mit solidarischen Grüßen

          Hermann Dworczak (0676 / 972 31 10)

UKRAINE- Veranstaltung Di. 29.Juli 19,30h in VILLACH im "KREML"

UKRAINE- EIN BÜNDEL VON WIDERSPRÜCHEN

Schwarz-Weiss-Denken ist allgemein nicht zielführend. Im speziellen Fall der Ukraine noch viel weniger. Die aktullen Konflikte und kriegerischen Auseinandersetzungen sind das Resultat eines Bündels von Widersprüchen, die es in ihrer Komplexheit darzustellen gilt.

Weder war die Mehrheit der TeilnehmerInnen auf dem Maidan "Faschisten", noch sind sämtliche AkteurInnen im Osten der Ukraine "Agenten Putins". Die Konflikte haben landesinterne wie externe Ursachen (die gegensätzlichen geopolitischen Interessen der EU, der NATO und der USA bzw. Russlands).

Hermann Dworczak war in den letzten Jahren mehrmals in der Ukraine und nahm 2014 an drei Konferenzen teil, die sich den Problemen der Ukraine widmeten: Ende Februar im Europäischen Parlament (organisiert von der Europäischen Linkspartei)  und jetzt im Juli in Russland bzw. auf der -annektierten- Krim. Er wird von seinen Eindrücken berichten.

UKRAINE- Veranstaltung Di. 29.Juli  19,30h in VILLACH im "KREML"

Ukraine: Volksbewegung und Imperialismen (Erklärung IV. Internationale)

Diese Resolution ist am 8. Juni 2014 bei einer Enthaltung vom Exekutivbüro der IV. Internationale angenommen worden. Büro der IV. Internationale

Die sehr tiefe politische Krise, die die Ukraine seit November 2013 durchmacht, ist durchaus noch nicht zu Ende. In diesem Land ist der Prozess der Bildung einer Nation nach einer sehr langen nationalen (im wesentlichen polnischen und russischen) Unterdrückung nicht abgeschlossen, der Nationalstaat ist schwach ausgeprägt. Das gilt umso mehr, als das Land zur Geisel des russischen imperialistischen Drucks auf der einen und dem der euro-atlantischen Mächte auf der anderen Seite geworden und dem gesellschaftlich zersetzenden Charakter des Neoliberalismus ausgesetzt ist.

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Griechenland Solikomitee - nächstes Treffen Di., 22. Juli 19 Uhr Amerlinghaus

Liebe GenossInnen!

Unser nächstes Treffen ist am Di. den 22. Juli um 19h im Amerlinghaus. Wir sollten uns überlegen, welches Info-Material wir noch während des Sommers produzieren und unsere Veranstaltung auf dem Volksstimme-Fest andiskutieren.

      Mit solidarischen Grüssen

          Hermann Dworczak (0676 / 972 31 10 )

Positionspapier zur Intensivierung der „Freihandels“-Kampagne (ATTAC-München)

Positionspapier zur Intensivierung der „Freihandels“-Kampagne

von ATTAC München, 24.06.14

Die Globalisierungskritik von Attac darf sich nicht auf die Transatlantische Handels- und Investitions­partnerschaft (TTIP) beschränken, sondern ist weit grundsätzlicher anzulegen. Das TTIP-Abkommen ist im Zusammenhang zu sehen mit dem zwischen der EU und Kanada aus­gehandelten Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) sowie mit dem in Ver­handlungen befindliche Trade in Services Agreement (TiSA) von 23 Mitgliedstaaten der WTO mit der EU.  Das CETA kommt in der derzeitigen Medienberichterstattung noch immer zu kurz, so dass es der Mehrheit der Bevölkerung immer noch weitgehend unbekannt ist. TiSA ist noch weit weniger bekannt.

Gemeinsames, von der EU-Kommission offen erklärtes Ziel ist die Kommerzialisierung (Marktöff­nung) der noch nicht privatisierten Wirtschafts- und Rechtsordnung. Angestrebt werden u.a. die Unumkehrbarkeit der Abkommen, die Marktöffnung bei öffentlicher Daseinsvorsorge und im Bildungswesen, die Harmonisierung von Umwelt- und anderer Standards im Verbraucher­schutz, das Verbot stärkerer Umweltschutz- und anderer Auflagen, das Verbot der Re-Kommu­nalisierung und die Ausweitung eines parallelen Rechtssystems.

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GRIECHENLAND- Komitee-Treff im "Werkl" im Goethehof: Di., 24. Juni 18:30 Uhr - nachher 19:30 Uhr VERANSTALTUNG

Liebe  FreundInnen, KollegInnen, GenossInnen!

Wir treffen uns am 24.6. als Komitee schon um 18,30h im Werkl. Nachher haben wir dort um 19,30h unsere Veranstaltung (siehe Flugblatt unten).

     Solidarische  Grüße

        Hermann Dworczak  (0676 / 972 31 10)

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Lesung: „Mein Weg vom Kongo nach Europa - Zwischen Widerstand, Flucht und Exil

Afrique Europe Interact präsentiert:

*** LESUNG***

von und mit Emmanuel MBOLELA

„Mein Weg vom Kongo nach Europa - Zwischen Widerstand, Flucht und Exil“

am Donnerstag, den 19. Juni 2014 um 19:00, mit anschließender Diskussion 

im Kulturzentrum Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien

Emmanuel Mbolela verarbeitet in seiner autobiographischen Erzählung die Erfahrungen und Hintergründe seiner jahrelangen Flucht vom Kongo bis nach Europa. Er kontextualisiert seine eigene Geschichte mit dem Blick  des politischen Aktivisten und Analytikers auf Systematiken des EU-Grenzregimes und dessen Exterritorialisierung auf dem afrikanischen  Kontinent und auf neokoloniale Ausbeutungs- und Gewaltverhältnisse.
Der Autor schreibt über seine politische Aktivität im Kongo und die brutale Repression staatlicher Sicherheitsorgane, die ihn in die Emigration zwingt.

Er berichtet auf eindrückliche Weise von der Gewalt und Ausbeutung während der Flucht. Quer durch die Sahara gelangt er bis nach Marokko, wo er eine Organisation kongolesischer Flüchtlinge mitbegründet. Nach vier Jahren kann er in die Niederlande ausreisen, als neue Erfahrung erweisen sich dort die extrem ausbeuterischen Arbeitsbedingungen, denen vor allem migrantische Arbeitskräfte unterliegen.

»Emmanuel Mbolelas Buch ist deshalb so beeindruckend, weil es nicht nur ein Buch der mutigen, detailgenauen Brandmarkung ist, sondern auch ein Buch der unausrottbaren Hoffnung. Ein Buch des Widerstandes, des Aufstandes des Gewissens.« JEAN ZIEGLER

http://www.mandelbaum.at/books/764/7508

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Kämpfen wir gemeinsam gegen dte extreme Rechte!

KÄMPFEN WIR GEMEINSAM GEGEN DIE EXTREME  RECHTE!

1. Mit wenigen Ausnahmen (z. B. den Niederlanden) hat die extreme Rechte generell große Gewinne bei den Wahlen für das Europäische Parlament zu verzeichnen. Die negativen highlights sind: Frankreich, Großbritannien, Dänemark, Österreich, Ungarn. Der extremen Rechten ist es mittlerweilen auch gelungen, eine gemeinsame- wenn auch fragile - Fraktion im EU-Parlament zu bilden.

Das Wachstum von Rechtspopulismus und Rechtsextremismus  vollzieht sich nicht "nur" auf der parlamentarischen Ebene: seit Jahren steigt die Woge von Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Islamophobie etc. und physischer Attacken, ja Morden durch offene  Faschisten.

2. Der enorme Anstieg der extremen Rechten ist Ausdruck der kombinierten Krisen des Kapitalismus, der Erosion einiger traditioneller Parteien der Bourgeosie (sogar Merkel hat nun mit der AfD einen Konkurrenten rechts von ihr), der  Kapitulation der Sozialdemokratie vor dem Neoliberalismus, der Klassenkollaborations-Position der Führungen vieler Gewerkschaften ("Standortlogik"). Wir sind mit weitverbreiteter Angst und vager "Unsicherheit" in der Gesellschaft konfrontiert. Und das extrem bürokratisierte  "Brüssel" war/ist ein Fokus, diese Unzufriedenheit auszudrücken (plus Wahlenthaltung - vor allem in Osteuropa).

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