Kobane: Allein gelassen

Die Kurdinnen und Kurden in Kobane kämpfen einen einsamen Kampf. Sie kämpfen ihn für uns alle. Ihre Stadt ist von allen Seiten eingeschlossen. Auf drei Seiten vom faschistischen Islamischen Staat. Die vierte Seite ist die Grenze zur Erdogan-Türkei.

Erdogan hat monatelang den Islamischen Staat klammheimlich unterstützt. Jetzt spielt er sich auf, als wäre er sein Gegner. Er lügt die Weltöffentlichkeit an, er habe 150.000 Flüchtlinge aufgenommen; kurdische Quellen decken auf, daß er eine Null dazu geschwindelt hat.

Erdogans Hauptziel in dieser Kampagne ist es, den kurdischen Widerstand zu brechen. Dazu ist ihm jedes Mittel recht. Er biedert sich an als Partner in einer Anti-IS-Koalition – und hindert zugleich kurdische KämpferInnen daran, aus der Türkei über die Grenze nach Kobane zu ziehen. Türkische Truppen unterbinden die Lieferung der dringend benötigten Waffen, aber auch von Wasser und Nahrung an die Eingeschlossenen.

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Iran. Petition: „Lassen Sie Behnam Ebrahimzadeh sofort frei!“

Iran. Petition: „Lassen Sie Behnam Ebrahimzadeh sofort frei!“

Aus dem Französischen von Alencontre, dort veröffentlicht am 2. September 2014

Am 12. Juni 2010 – nachdem er bereits 2009 in Zusammenhang mit einer Demonstration zum 1. Mai, die von den Repressionskräften des Regimes heftig angegriffen worden war, schon einmal inhaftiert worden war – wurde Behnam Ebrahimzadeh verhaftet. Am 13. Dezember 2010, an halbes Jahr nach dieser Verhaftung, hat der „Revolutionäre Gerichtshof“ von Teheran Behnam Ebrahimzadeh zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt.  Er wird verfolgt, weil er den Aufbau unabhängige Arbeiterorganisationen unterstützt. Er war angeklagt „einen Krieg gegen Gott zu führen“. Der Oberste Gerichtshof hat dieses Urteil aufgehoben. Letztlich wurde er im Oktober 2011 wegen „Versammlung und Absprachen mit der Absicht die nationale Sicherheit zu schädigen“ zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt .

Behnam Ebrahimzadeh ist Arbeiteraktivist und Mitglied des Komitees zur Hilfe beim Aufbau von Arbeiterorganisationen. Er war sehr aktiv in den Kampagnen gegen Kinderarbeit und auch für die Verteidigung der Straßenkinder engagiert.

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Leo Gabriel: Ukraine - Four lies that shook the world

                                               Four lies that shook the world

 A generalized confusion makes a solution of the Ukraine conflict very difficult

by: Leo Gabriel*)

Even now that history seems to be at a turning point and the Ukraine government has issued a law which apparently concedes to the Donbass region a sort of autonomy, peace cannot be trusted. Because under the building of lies which is cracking now, there are more than two thousand people who have been buried on ly by the fact that they have been in the wrong place at the wrong time, or becaused they believed in the propaganda of Western or Eastern superpowers.

When we participated in mid-July in a fact finding mission sponsored by the Rosa Luxemburg Foundation and organized by the Network against far right extremism and populism I could not believe my ears when we were listening to the mutual accusations between the leftist Maidan-activists and the members of the radical Left in the Donbass area.  Again and again stereotypes appeared whose only purpose it was to justify a war which has been kicked off by the Superpowers EU, NATO and Russia.

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Helmut Dahmer: Der Sog des „Kalifats“ Warum ziehen Hunderte von jungen Leuten in den „Djihad“?

Helmut Dahmer, Wien

Der Sog des „Kalifats“

Warum ziehen Hunderte von jungen Leuten in den „Djihad“?

Die vagen mittelalterlichen Berichte von einem „Kinder“-Kreuzzug und die Verdichtung dieser Überlieferung in Gestalt der Sage vom „Rattenfänger“, der eigentlich ein „Kinderfänger“ war, erinnern uns daran, dass der kamikazehafte Aufbruch Hunderter junger Männer aus den westlichen Wohlstandsoasen in den von islamistischen Sekten neuerlich ausgerufenen „Heiligen Krieg“ nicht etwas völlig Neuartiges ist. Jede junge Generation sucht sich den Zwängen von Elternhaus und Schule, Tradition und Arbeitswelt zu entziehen. Eine kleine, aktive Minderheit unter denen, die des Lebens, in das sie eingezwängt wurden, überdrüssig sind, wählt den Fluchtweg in die Fremde, dorthin, wo es Alternativen gibt oder zu geben scheint, ins Ausland, an die Fronten der Kriege und Bürgerkriege, zu Guerrilla- oder zu Söldnertruppen (wie der Fremdenlegion), in „befreite“ Gebiete oder in weltentlegene Meditationszentren (wie das indische Poona). Auch die Freiwilligen, die sich jetzt dem neuen „Islamischen Staat“ andienen, treibt das Missbehagen an ihrem Leben und an dessen Perspektiven und drängt sie zur Suche nach etwas ganz Anderem. Dies Andere vermuten sie bei den Antipoden, im exotischen Orient und in einer längst vergangenen Zeit, von der sie als einer besseren träumen und die sie mit aller Gewalt noch einmal vergegenwärtigen wollen. Orientierungslos suchen die kriegshungrigen Aussteiger ihr Heil in der Flucht, ahnungslos hinsichtlich dessen, was sie im kürzlich ausgerufenen, heiß umkämpften syrisch-irakischen Kalifat erwarten mag. Sie hoffen, es werde jedenfalls ein Kontrast sein zu allem, was sie kennen und verachten. Und je weniger sie von Salafismus und Krieg wissen, desto weiter spannt sich der Projektionsschirm über dem Lande des neuen Mahdi. Die vom Fernsehen beglaubigte Nachricht ihrer Freunde und Werber, dass es dort, nur ein paar tausend Kilometer weiter, bewaffnete Gruppen gibt, die nicht nur diesem oder jenem Regime den Kampf angesagt haben, sondern der westlichen Moderne überhaupt, elektrisiert die Wallfahrer. Haben doch die Djihadisten gerade dem von religiösen Einschränkungen entlasteten, konsumorientierten „westlichen“ Lebensstil den Kampf angesagt, der die künftigen Gotteskämpfer längst schon überfordert und bei dem sie (nicht zu den ein Prozent, sondern zu den 99 Prozent gehörend) nie recht mithalten konnten.

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KOMITEE "SOLIDARITÄT MIT DEM WIDERSTAND IN GRIECHENLAND" nächster Treff Di. 7.10. 19 Uhr AMERLINGHAUS

Liebe FreundInnen, KollegInnen, GenossInnen!

Das nächste Treffen unseres Komitees ist Di. 7.Oktober 19 Uhr, Raum 3.

Wir werden unsere bisherige Arbeit bilanzieren und die Herbstaktivitäte planen: u.a.

SEMINAR ÜBER DIE LINKE IN GRIECHANLAND

Samstag 29. November 10-17h Amerlinghaus/ Galerie.

     Mit solidarischen Grüßen

       Hermann Dworczak (0676 / 972 31 10)

SOLIDARITÄTS-AKTION MIT DEN GRIECHISCHEN PUTZFRAUEN Mi. 17.9.11h griech. Botschaft /Argentinierstraße

SOLIDARITÄTSAKTION MIT DEN GRIECHISCHEN PUTZFRAUEN

Mittwoch 17.9. 11h vor der griechischen Botschaft 1040 Argentinierstraße 14.

  Alle, die Zeit haben, sollten bitte kommen!

        HOCH DIE INTERNATIONALE SOLIDARITÄT!

         Hermann Dworczak (0043/ 676 / 972 31 10)

 

Solidarity with the fights in Greece

595 Putzfrauen des griechischen Finanzministerium sind seit dem 17. September 2013 arbeitslos. Die Regierung hat die Frauen entlassen, weil sie sich entschieden hatte, die Jobs an private Subunternehmer zu vergeben, ohne finanziellen Vorteil für den Staat.

Seit dem 17. September 2013 sind die Frauen jeden Tag auf der Straße. Ein Gerichtsurteil zugunsten der Frauen wurde von der griechischen Regierung einfach ignoriert. Die Regierung versucht auf jede erdenkliche Weise den Kampf zu unterdrücken. Bilder von wehrlosen 50- und 60-jährigen Frauen, die von Eingreiftruppen der Polizei verprügelt wurden, gingen um die Welt.

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Nächster Komitee-Treff Di., 9.9. 19h Amerlinghaus/ VERANSTALTUNG Mo., 22.9. 19 Uhr Amerlinghaus/ Galerie GRIECHENLAND: "SPAR"POLITIK UND WIDERSTAND AM BEISPIEL DER PUTZFRAUEN"

Liebe FreundInnen, KollegInnen, GenossInnen!

Das nächste Treffen des Komitees "Solidarität mit dem Widerstand in Griechenland" ist am

Dienstag, den 9. September 19 Uhr im Amerlinghaus.

Wir werden vor allem unsere Veranstaltung am Montag, den 22. September besprechen (siehe unten).

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"GRIECHENLAND: NIX MEHR IN DEM MEDIEN- ALLES IN BUTTER? Diskussion am Volksstimme-Fest: Sa., 30.8. 17 Uhr

DISKUSSIONS-VERANSTALTUNG AM VOLKSSTIMME-FEST

"GRIECHENLAND: NIX MEHR IN DEM MEDIEN- ALLES IN BUTTER?

Die Veranstaltung des Komitees "Solidarität mit dem Widerstand in Griechenland" findet am Samstag den 30. 8. um 17h bei dem Stand der RKOB statt.

       Schaut vorbei und debattiert mit!

                 Mit solidarischen Grüßen

                   Hermann Dworczak (0676 / 972 31 10)

KOMITEE "SOLIDARITÄT MIT DEM WIDERSTAND IN GRIECHENLAND": TREFF Di., 26. August 19 Uhr Amerlinghaus

Liebe FreundInnen, KollegInnen, GenossInnen!

Das nächste Treffen des Komitees "Solidarität mit dem Widerstand in Griechenland" ist am Dienstag den 26.August 19h im Amerlinghaus.

Wir werden vor allem unsere Diskussionsveranstaltung am Volksstimme-Fest besprechen. Sie findet am Samstag den 30.August um 17 Uhr beim Stand der RKOB statt.

          Mit solidarischen Grüßen

                         Hermann Dworczak (0676 / 972 31 10)

Wer schützt die kurdischen Jesiden im Irak vor dem Genozid der IS? - »Das Wort ›grausam‹ ist weit untertrieben«

Flüchtlinge berichten von bestialischen Morden der IS. Wirksame Gegenwehr nur von kurdischen Verbänden. Gespräch mit Ulla Jelpke

Karl Faust
Ulla Jelpke ist innenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der Partei Die Linke

Sie halten sich zur Zeit in Rojava auf, in der selbstverwalteten kurdischen Region im Nordosten Syriens. Dorthin sind in den vergangenen Tagen Zehntausende kurdische Jesiden aus dem Irak geflüchtet – wie ist deren Lage?

Es sind an die 60.000, die vor den Massakern der Terrortrupps des »Islamischen Staats« (IS) in den syrischen Teil Kurdistans entkommen konnten. Die Möglichkeit dazu hatten erst die syrisch-kurdischen Volksverteidigungskräfte PYD und Guerillakämpfer der Arbeiterpartei Kurdistans PKK geschaffen – sie waren es nämlich, die den Fluchtkorridor von den Sengal-Bergen bis zur Grenze nach Rojava freigeschossen haben.

Im Augenblick dürften sich noch Zehntausende Flüchtlinge in Rojava aufhalten. Viele versuchen, zu Verwandten oder Freunden in die kurdische Autonomieregion im Nordirak (Südkurdistan) zu reisen, werden aber von den dortigen kurdischen Behörden nicht hereingelassen. Journalisten, die ebenfalls an der Grenze abgewiesen worden waren, berichteten mir, daß die Lage der Flüchtlinge katastrophal sei, es gebe weder Zelte noch Medikamente, noch Wasser – und das bei über 40 Grad Hitze.

Ich habe immer wieder gehört, daß die Behörden in der von Massud Barsani regierten Autonomieregion so gut wie gar nichts für ihre vor der IS geflüchteten Landsleute tun – sie sind dort offenbar nicht erwünscht. Ganz anders hier in Rojava: Die Leute machen alles, um ihren geflüchteten Landsleuten zu helfen.

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