LETS FIGHT TOGETHER AGAINST THE FAR RIGHT (Hermann Dworczaks contribution on the peace event/ thematical WSF in SARAJEVO June 6th-9th)

LETS FIGHT TOGETHER AGAINST THE FAR RIGHT!

1.With a few exceptions (f.e. Netherlands) the far right has made GENERALLY big gains in the elections for the European Parliament. The negative highlights are France, Great Britain, Danmark, Austria, Hungary. We will see now if the right wing populists and extremists can surpass their - nationalistic - differences and build a common faction.

It is NOT "only" the  parlamentarian level where this growing in happening: there exists since years a strong  rise of antisemitism, islamophobie etc. and physical attacs and murderings by open fascists.

2. This enormous rise of the far right is the expression of the combined crises of capitalism, the erosion of some traditional parties of the bourgeoisie (even Merkel in Germany has now with the AfD a stabilized concurrent right of her), the capitulation of the socialdemocracy before neoliberalism, the class collaboration position of the leadership of many trade unions. We are confronted with widespread fear and vague "uncertaintinity" in the society. And the extreme burocratic "Brusseles" was/is a good focus to express this vague dissatisfaction (plus abstention in the elections - for above all in Eastern Europe).

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Komitee"SOLIDARITÄT MIT DEM WIDERSTAND IN GRIECHENLAND": nächster Treff HEUTE Di., 3.Juni 19h AMERLINGHAUS

Liebe FreundInnen, KollegInnen, GenossInnen!

Unser nächstes Treffen ist HEUTE  Di. den 3.Juni um 19h im Amerlinghaus.

Wir werden den Ausgang der EU-Wahlen (in Griechenland) debattieren.

Erich D. ist in Kontakt mit dem "Werkl" im Goethe-Hof. Wir planen dort im Juni eine Info- Veranstaltung: Lage in Griechenland nach den Wahlen; nächsten Schritte in der -internationalen- Solidarität.

                              Mit solidarischen Grüßen

                                Hermann Dworczak (0676 / 972 31 10)

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VIETNAM: ERSTES - MODERATES - RESUMEE

Nach 2 gewonnen antiimperialistischen Kriegen hat Vietnam 1954 bzw. -nach der Wiederereinigung- 1975 mit einer sozialistischen Transformation begonnen. Was ist davon übriggeblieben?

Der Freiheitskampf hat gigantische Opfer gefordert- an Menschen und Sachgütern. Das Land war in vielen Bereichen zerstört. Übernommen wurde nach den militärischen Siegen- von der Sowjetunion- ein starres zentralistisches Modell. Mit deren Zerfall und dem Wegfall der Hilfe war dieses Modell obsolet.

1986 setzten weitreichende "Wirtschaftsreformen" (doi moi) ein- bei Beibehaltung der straffen Einparteien-Herrschaft. Die Reformen haben ohne Zweifel beträchtliche Erfolge gebracht: wesentliche Steigerung des Bruttosozialprodukts, jährliche Wachstumsraten zwischen 5 und 9 Prozent, Fortschreiten der Industrialisierung und Modernisierung, Entwicklung des Tourismus, der heute Devisenbringer Nr.1 ist, etc.

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EU-Wahlen: Rechtsextremismus und Wahlverweigerer erschüttern EU-Institutionen

Die überwiegende Mehrheit der über 400 Millionen Wahlberechtigen war wie schon 2009 nicht bereit, für irgendeine der kandidierenden Parteien zu stimmen bzw. dieses EU-Parlament, das keinerlei echte Mitspracherechte hinsichtlich der EU-Politik hat, zu legitimieren. Es waren 57 Prozent im Schnitt, die untersten Werte lagen in den ehemaligen Ostblockländern wie in der Slowakei (13 %), in Tschechien (18%). Seit einem Jahr wurde um zig Millionen Euro eine europaweite Aufwertungs- und Wahlkampagne geführt, um das EU-Parlament kritiklos schönzureden. Ohne jeden Erfolg. Nicht einmal die Vorgabe, dass diesmal der Kandidat der stärksten Partei den EU-Kommissionspräsidenten stellen sollte, hat gewirkt. Wie die momentane Opposition der konservativen Regierungschefs gegen ihren eigenen Kandidaten Jean Claude Juncker zeigt, war das Misstrauen berechtigt.

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Vietnam - 6. Bericht (Hanoi, Kultur und Wirtschaft)

Da die vietnamesischen OrganisatorInnen der WAPE-Konferenz in liegengebliebener Arbeit untergehen, hatte ich bislang keine Möglichkeit ein "wissenschaftliches" Gespräch über die soziale, ökonomische und politische Situation im Land zu führen. Ich bin bei meinen Schilderungen nach wie vor auf persönliche Eindrücke und diverse Gespräche, die ich führe, angewiesen.

Hanoi ist eine aufstrebende, "sich entwickelnde" Stadt. Hochhäuser schießen in die Luft. Das kulturelle Angebot ist breit: von Rock bis Klassik- heute etwa spielt die Vietnamesische Philharmonie in der Oper Tschaikowskis Violinkonzert und Mahlers 1.Symphonie (als alter Mahler-freak gehe ich vielleicht hin). Wie es mit einem nachhaltigen städtischen Entwicklungskonzept aussieht, kann ich nicht beurteilen. Auf die enormen Troubles mit dem Individualverkehr (von dem Multis wie Honda profitieren), habe ich bereits verwiesen. Immer wieder macht man/frau mich auf den starken Zuzug vom Land und den damit verbundenen Problemen aufmerksam. Aber auch im Kernbereich Hanois gibt es echte Armutszonen. Gleich in der Nähe der VASS, wo sich auch die festungsartige japanische Botschaft befindet, ist die Van Phuc Strasse. Ich gehe drei, vier Häuserblocks entlang- ein schickes Cafehaus nach dem anderen. Plötzlich reisst der "Fortschritt" ab und ich glaube mich in eine lateinamerikanische favela versetzt zu sehen: Häuser, fast Hütten in erbärmlichen Zustand und dazwichen ein offener Kanal- eine übelriechende Kloake.

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Vietnam - 5. Bericht (Besuch im Ho Chi Minh Museum)

Es ist schlicht unmöglich als Linker in Vietnam zu sein und sich nicht eingehend mit seiner (jüngeren) Geschichte zu beschäftigen. Auch für viele TagungsteilnehmerInnen der WAPE Konferenz war die Solidarität mit dem Befreiungskampf der VietnamesInnen ein zentrales Element in ihrem Leben. So ging ich in zwei Museen, um die Vergangenheit nochmals revue passieren zu lassen.

Das Ho Chi Minh Museum überrascht durch seine moderne Gestaltung: Das Wirken des großen Revolutionärs (geboren 1890) ist eingebettet in den internationalen Freiheitskampf des Proletariats und aller "Verdammten dieser Erde". Am Beginn der Ausstellung wird man/frau -medial gut aufbereitet- konfrontiert mit der  Revolution 1848,  der Pariser Commune, mit  Marx, Engels und Lenin- aber auch mit den Surrealisten und Charlie Chaplin! Ein Modell des Tatlinschen Turms -geplant für die III.Internationale- zeigt an, wohin der Entwicklungsweg des jungen Ho Chi Minh schließlich führt.

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Vietnam: 4. Bericht (Debatten auf der WABE-Konferenz)

Auch der 2. und letzte Konferenztag brachte eine Fülle spannender Beiträge und Debatten. Am Vormittag referierte ich selbst in dem Arbeitskreis "Entwicklung des gegenwärtigen Kapitalismus " zu dem Thema "Neoliberal capitalism cannot produce sustainable growth - Not to speak of social justice. What answers of the left are necessary?"( siehe meinen Text unten). Im Anschluss an mein Referat entwickelte sich eine lebendige Diskussion, wie sich Linke gegenüber Bewegungen wie occupy, den "Unzufriedenen "in Spanien etc.- angesichts ihrer offenkundigen politischen Defizite - verhalten soll: nur von außen kritisieren oder aktiv in ihnen zu wirken und so kritisch-solidarisch mitzuhelfen, ihre Schranken zu überwinden? Logo, dass ich für die zweite Variante optierte.

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VIETNAM: Interessanter 1.Konferenztag der WAPE - 3. Bericht

Unter großer Hitze und Schwüle ging es heute mit der WAPE-Konferenz los. Das Generalthema lautet "Wachstum, Entwicklung, soziale Gerechtigkeit". Es gibt rund 120 TeilnehmerInnen- 40 aus Vietnam, 80 aus Ländern von allen Kontinenten.

Prof. Cheng Enfu von der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften und Präsident der WAPE leitetet mit einem Vortrag zu einer genaueren, qualitativen Bewertung des Gesellschaftsprodukts ein - also eine weitergehende Defintion als das traditionelle BIP. Michael Lebowitz aus Kanada analysierte den widersprüchlichen Charakter der Entwicklung der Produktivkräfte unter kapitalistischen Bedingungen: Hand in Hand erfolgt die "Hervorbringung und Destruktion menschlicher Fähigkeiten".

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Vietnam - 2. Bericht

Auch den heutigen Tag nutzte ich - neben Gesprächen mit TagungsteilnehmerInnen-,  um etwas über das Leben in der Haupstadt zu erfahren.

Ich möchte nochmals das Thema Verkehr aufgreifen (worauf ich zum Teil schon in meinem ersten Bericht einging). Ich sehe in Hanoi bislang keine Bim, ganz selten Fahrräder, recht wenig öffentliche Busse und die vorhandenen sind ziemlich veraltet. Bei der enormen Hitze (tagsüber 35 Grad und mehr) sind sie ein wahrer Backofen. Fußgänger sind nahezu Freiwild. Nur wenn man/frau zügig und vor allem stetig die Strassen überquert, kommt man/frau heil davon.

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