Vietnam: 4. Bericht (Debatten auf der WABE-Konferenz)

Auch der 2. und letzte Konferenztag brachte eine Fülle spannender Beiträge und Debatten. Am Vormittag referierte ich selbst in dem Arbeitskreis "Entwicklung des gegenwärtigen Kapitalismus " zu dem Thema "Neoliberal capitalism cannot produce sustainable growth - Not to speak of social justice. What answers of the left are necessary?"( siehe meinen Text unten). Im Anschluss an mein Referat entwickelte sich eine lebendige Diskussion, wie sich Linke gegenüber Bewegungen wie occupy, den "Unzufriedenen "in Spanien etc.- angesichts ihrer offenkundigen politischen Defizite - verhalten soll: nur von außen kritisieren oder aktiv in ihnen zu wirken und so kritisch-solidarisch mitzuhelfen, ihre Schranken zu überwinden? Logo, dass ich für die zweite Variante optierte.

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VIETNAM: Interessanter 1.Konferenztag der WAPE - 3. Bericht

Unter großer Hitze und Schwüle ging es heute mit der WAPE-Konferenz los. Das Generalthema lautet "Wachstum, Entwicklung, soziale Gerechtigkeit". Es gibt rund 120 TeilnehmerInnen- 40 aus Vietnam, 80 aus Ländern von allen Kontinenten.

Prof. Cheng Enfu von der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften und Präsident der WAPE leitetet mit einem Vortrag zu einer genaueren, qualitativen Bewertung des Gesellschaftsprodukts ein - also eine weitergehende Defintion als das traditionelle BIP. Michael Lebowitz aus Kanada analysierte den widersprüchlichen Charakter der Entwicklung der Produktivkräfte unter kapitalistischen Bedingungen: Hand in Hand erfolgt die "Hervorbringung und Destruktion menschlicher Fähigkeiten".

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Vietnam - 2. Bericht

Auch den heutigen Tag nutzte ich - neben Gesprächen mit TagungsteilnehmerInnen-,  um etwas über das Leben in der Haupstadt zu erfahren.

Ich möchte nochmals das Thema Verkehr aufgreifen (worauf ich zum Teil schon in meinem ersten Bericht einging). Ich sehe in Hanoi bislang keine Bim, ganz selten Fahrräder, recht wenig öffentliche Busse und die vorhandenen sind ziemlich veraltet. Bei der enormen Hitze (tagsüber 35 Grad und mehr) sind sie ein wahrer Backofen. Fußgänger sind nahezu Freiwild. Nur wenn man/frau zügig und vor allem stetig die Strassen überquert, kommt man/frau heil davon.

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Ukraine - 10 Thesen

UKRAINE - 10 THESEN

  1. Das Janukowitsch-Regime war autoritär, repressiv, es lancierte einen "Krieg gegen die Armen". Nicht einmal für die Opfer der Tschernobyl-Katastrophe trug es ausreichend Sorge .

  Die Rebellion gegen dieses Regime war somit völlig OK !

2. Der Charakter der Bewegung gegen die Janokowitsch-Regierung war sehr komplex. Neben dem Protest gegen ihre antidemokratische Ausrichtung gab es jede Menge Illusionen in die EU, nationalistische Positionen etc. Linke Organisationen waren auf dem Maidan präsent - aber nur mit schwachen Kräften.

3. Je mehr die Janukowitsch-Regierung repressive Massnahmen gegen die DemonstrantInnen ergriff, umso mehr konnten extrem rechte und offen faschistische Kräfte an Boden gewinnen.

4. Der Charakter der neuen "Übergangs"regierung ist bürgerlich, neoliberal, mit stark nationalistischem Einschlag  - sogar die faschistische Partei "Swoboda" ist Teil dieser Regierung!

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Vietnam: Erste Eindrücke

Wie jedes Jahr nehme ich an der Jahreskonferenz der "World Association for Political Economy" (WAPE) teil. Heuer findet sie in Hanoi statt. Eine wunderbare Gelegenheit - endlich! - das Land kennenzulernen, dessen Befreiungskampf für meine politische Prägung eine Schlüsselstellung einnahm.

Das Thema der WAPE-Konferenz (24./25.Mai) ist "Growth, Development and Social Justice". Ich werde am Sonntag darüber referieren, dass der (neoliberale) Kapitalismus nicht imstande ist, nachhaltiges Wachstum zu schaffen - geschweige denn "soziale Gerechtigkeit". Und welche strategischen Schlussfolgerungen die Linke daraus ziehen sollte. Josef Baum wird ebenfalls das Wort ergreifen. Da es erst am Samstag richtig losgeht, benütze ich die Zeit, um mich der Lage  in Vietnam und dem Leben der Menschen vertraut zu machen.

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UKRAINE - 10 THESES

 

 1. The Janukowitsch-regime was authoritarian, repressive, it launched "a war against the poor". Not even for the  victims of the Tschernobyl-desaster it took care. So the rebellion against it was OK!

2. The character of the movement against the Janokowitsch-government was very complex. Beside the protest against its antidemocratic character there were a lot of  illusions in the EU, nationalistic positions etc. Left organisations were present at Maidan but with weak forces.

3. The more the Janukowitsch-government used repressive measaures against the demonstrators the more extreme right and open fascist forces could
gain ground.

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Komitee"SOLIDARITÄT MIT DEM WIDERSTAND IN GRIECHENLAND": nächster Treff Di., 3.Juni 19h AMERLINGHAUS

Liebe FreundInnen, KollegInnen, GenossInnen!

Unser nächstes Treffen ist am Di. den 3., Juni um 19h im Amerlinghaus.

Wir werden den Ausgang der EU-Wahlen (in Griechenland) debattieren.

Erich D. ist in Kontakt mit dem "Werkl" im Goethe-Hof. Wir planen dort im Juni eine Info- Veranstaltung: Lage in Griechenland nach den Wahlen; nächsten Schritte in der -internationalen- Solidarität.

                              Mit solidarischen Grüßen

                                Hermann Dworczak (0676 / 972 31 10)

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Kerstin S. Jobst GESCHICHTE DER UKRAINE

Jobst, Kerstin S.: Geschichte der UkraineWeder war die Mehrheit derjenigen, die am Maidan-Platz demonstrierte, "Faschisten", noch gibt es den geringsten Anlass, die jeweiligen imperialistischen Interessen der EU, der USA oder Rußlands außer Acht zu lassen. Und ebensowenig kann die Gefahr von (extrem) rechts in der heutigen Ukraine heruntergespielt werden. Zu verstehen sind die aktuellen Vorgänge in der Ukraine nur, wenn man/ frau ihren geschichtlichen Vorlauf kennt. Das vorliegende Buch gibt einen ersten, guten Einblick.

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Komitee"SOLIDARITÄT MIT DEM WIDERSTAND IN GRIECHENLAND": nächster Treff Di. 6.Mai 18h (!!) AMERLINGHAUS

Liebe FreundInnen, KollegInnen, GenossInnen!

Nach unserem gelungenen Auftritt beim Fackelzug der JungsozialistInnen und dem Info-Tisch vor dem Burgtheater am 1.Mai treffen wir und am Di. den 6. Mai um 18(!! ) im Amerlinghaus. Deswegen bereits um 18h, weil die "Plattform gegen den 12-Stunden-Tag" um 19h -ebenfalls im Amerlinghaus- eine Veranstaltung macht und wir dort natürlich hingehen werden!

Wir sollten bei unserem Treffen  vor allem darüber diskutieren, welche "Aktion" wir noch vor dem "Sommerloch" ins Auge fassen: ev. Straßentheater; Protestaktion vor der griech. Botschaft gegen anstehende politische Prozesse;...

Selbstredend werden wir den Ausgang der EU-Wahlen am 25. Mai debattieren und Material dazu herausgeben.

                              Mit solidarischen Grüßen

                                Hermann Dworczak (0676 / 972 31 10)

1.MAI: SOLIDARITÄT MIT DEM WIDERSTAND IN GRIECHENLAND

1.MAI: SOLIDARITÄT MIT DEM WIDERSTAND IN GRIECHENLAND

Der 1. Mai ist der Kampftag der ArbeiterInnenklasse- der Beschäftigten, wie derjenigen, denen das Kapital selbst das lausige Ausbeutungsverhältnis verweigert.

Der 1. Mai ist auch der Tag der internationalen Solidarität. Über trennende Ländergrenzen hinweg wird gezeigt, dass es einen gemeinsamen Feind, den Kapitalismus, gibt. Und dass eine andere, bessere Welt möglich und notwendig ist.

Ein besonderes Augenmerk gilt gegenwärtig der Solidarität mit dem Widerstand in Griechenland. Dort hat sich das internationale Kapital eine Art Exerzierfeld geschaffen, um zu testen, wie weit es mit seiner aggressiven, neoliberalen Politik gehen kann. Da werden Löhne gekürzt, massiv Arbeitsplätze vernichtet (offiziell 28 Prozent Arbeitslosigkeit!), einer ganzen Generation die Zukunft vorenthalten (Jugendarbeitslosigkeit: 60 Prozent!!),  das öffentliche Gesundheitssystem demoliert, der staatliche Rundfunk geschlossen, Gewerkschaftsrechte zusammengestrichen und und und. Diese bewusst herbeigeführte soziale  Katastrophe hat auch zum Aufstieg der - mit nationaler und sozialer Demagogie agierenden - Neonazi-Partei "Goldene Morgenröte" geführt.

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