Dagmar Ploetz GABRIEL GARCIA MARQUEZ (Rezension)

Wem der Tod von Marquez genauso unter die Haut gegangen ist wie mir und sich - erneut - einen Überblick über sein Leben und seine literarische Produktion verschaffen will, kann dies mit der knapp gehaltenen Biographie von Dagmar Ploetz tun.

Die RoRoRo-Monographie schildert den Entwicklungsprozeß von Marquez vom verbummelten Jus-Studenten zum Schriftsteller- gegen den anhaltenden Widerstand seiner Eltern. Marquez schrieb unter großen Entbehrungen - und lehnt in der Folge jegliche Idealisierung von "HungerkünstlerInnen" ab. Bei den "Gelegenheitsdichtern", die ihre Werke dem Arbeitsalltag abringen, entsteht ihm zufolge eine "Literatur müder Schriftsteller"(S.63).

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DER GROSSE MARQUEZ IST TOT

Mit Schrecken und Trauer erfuhr ich heute in der Früh vom Tod von Gabriel Garcia  Marquez. Neben und ergänzend zu meiner politischen Tätigkeit habe ich - wie viele Linke-  die meisten seiner Bücher Romane, Erzählungen und Reportagen gelesen-  um nicht zu sagen verschlungen. Der Kürze halber möchte ich hier nur erwähnen: Hundert  Jahre Einsamkeit;  Die Liebe in Zeiten der Cholera; Der Herbst des Patriarchen; Der Oberst hat niemand, der ihm schreibt; Chronik eines angekündigten Todes oder seinen - gegen den Strich gebürsteten - Bolivar-Roman.

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SPANNENDES SEMINAR IN BRÜSSEL: "UKRAINISCHE KRISE: GEFAHREN UND CHANCEN"

Komplexe Fragen bedürfen einer umfassenden, differenzierten Antwort. Weder sind alle, die gegen das autoritäre und korrupte Janukowitsch- Regime auftraten, "Faschisten", noch kann die Gefahr von rechts in der Ukraine heruntergespielt werden. Und ebensowenig gibt es den geringsten Anlaß, die neoimperialistischen Aspirationen von Putin & Co zu verdecken. Eine ausgezeichnete Konferenz am  27.Februar in Brüssel hatte all diese Fragen zum Thema.

Organisiert  wurde das Seminar von der "Postglobalization Initiative" in Koordination mit dem "Institut for Globalization Studies und Social Movements"(IGSO), dem "Transnational Institute (TNI)" und der Europäischen Linkspartei.  Die Tagung fand in den Räümlichketen des Europäischen Parlaments statt.

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"SOLIDAITÄT MIT DEM WIDERSTAND IN GRIECHENLAND"- nächster Komitee-Treff Di.22. April, 17 Uhr(!) AMERLINGHAUS

Liebe FreundInnen, KollegInnen, GenossInnen!

Mehrere aus unserem Komitee nahmen an der Internationalen Konferenz über die Extreme Rechte in Budapest am 3. April teil. Bei der Demo auf den Gellert-Hügel hatten wir unser Trarnsparent "SOLIDARITÄT MIT DEM WIDERSTAND IN GRIECHENLAND" mit, was sehr gut ankam!

Unser nächster Treff ist Dienstag 22.April 17 Uhr (!!!) im Amerlinghaus - und zwar im Hof (Gastgarten) - da um diese Zeit kein Raum frei ist.

Zentraler Tagungspunkt wird unser Agieren am 1. Mai sein: Flyer; Stand beim Burgtheater (ab 8h!). Nach unserem Treff (bis 19h) gehen wir zu der Veranstaltung in den 20. Bezirk ("Revolten in Südosteuropa" lautet in etwa der Titel) - Beginn 19:30 Uhr.

         Mit solidarischen Grüßen

            Hermann Dworczak (0676 / 972 31 10 )

Die Ukraine und die Linke Das Unverständnis des Westens gegenüber dem Osten

von Angela Klein

Ein großer Teil von Linken in Deutschland bewertet die Ereignisse in der Ukraine vom Standpunkt des antifaschistischen Kampfes (im besseren Fall), wenn nicht gar vom Standpunkt des Kalten Krieges aus. Die Anliegen der Hunderttausende, die zwischen Dezember und Februar auf die Straße gegangen sind, gelten (wiederum im besten Fall) als Beiwerk oder werden überhaupt ignoriert oder gar als nützliche Idioten des Westens behandelt. Kaum jemand versucht zu verstehen, was die Hunderttausende treibt und aus welcher Geschichte heraus sie handeln, wie sie es tun.

Pauschal wird die Maidan-Bewegung als «demokratisch-proeuropäische Erhebung» eingeordnet. Dabei wird übersehen, dass es zwei Brüche in dieser Bewegung gegeben hat: am 30.November und am 16.Januar. Anfänglich waren es nur ein paar hundert Studierende, die auf dem Maidan ihre Zelte aufschlugen. Sie demonstrierten ausdrücklich für die Unterzeichnung des EU-Assoziierungsabkommens. Der Hintergrund dafür war eine Auseinandersetzung um eine Hochschulreform, bei der die Studierenden vor allem die Autonomie der Hochschulen fordern (was bei uns selbstverständlich war, bevor der Bologna-Prozess angefangen hat, sie wirtschaftlichen Interessen unterzuordnen). Als diese Proteste abflachten und die Zahl der Protestierenden sich ausdünnte, hielt die Regierung Janukowitsch den Zeitpunkt für gekommen, das Zeltlager durch einen brutalen Einsatz der Sonderpolizei Berkut gewaltsam aufzulösen.

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WICHTIGE INTERNATIONALE KONFERENZ ZUR EXTREMEN RECHTEN IN BUDAPEST

Vor dem Hintergrund des bedrohlichen Anstiegs der Extremen Rechten in Europa fand am 3.April  in Budapest eine internationale Konferenz zu diesem Thema statt.  Über 100 Personen nahmen an der Konferenz teil. Im Anschluss an die Tagung gab es eine Demo auf den Gellert-Huegel.

Ort der Konferenz war der Kossuth-Klub, in dem sich auch die Sozialforumsbewegung schon mehrmals getroffen hat. Veranstaltet wurde die Tagung u. a. von "Alterersummit" und "Prague Spring 2". Die über 100 TagungsteilnehmerInnen kamen aus Ungarn, Polen, Tschechien, Russland, Griechenland, Frankreich, Deutschland, Belgien und Österreich. Es gab 4 Pannels mit der thematischen Spannweite Länderberichte über Ursachenanalyse bis hin zu der Kernfrage, was nun konkret  zu tun ist.

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Frankreich: Historische Schlappe der regierenden Sozialdemokraten von Hollande im 2. Wahlgang der Kommunalwahlen.

Der am 23. März eingeleitete Trend wurde im 2. Wahlgang am 30. März noch verstärkt. Historische Niederlage der SP - die am Wahlabend von allen Sozialisten zugegeben wurde -mit einem Verlust von 155 Gemeinden über 9.000 Einwohner, die sie an die konservative UMP verliert. Paris, Metz und Lyon verbleiben in SP-Hand.

Eine Verdoppelung der Wahlverweigerer innerhalb von 20 Jahren, die die 40% Grenze erreicht. Wenn man die 6% Weißwähler dazu nimmt so ist fast jeder 2. Wahlberechtigte nicht mehr zu bewegen, eine Stimme für eine der zahlreichen kandidierenden Parteien und deren Politik abzugeben. Diese repräsentative Demokratie wird zusehends abgewählt.

Die rechtsextreme Nationale Front (FN) hat ihr Ziel erreicht mit mehr als einem dutzend Bürgermeistern in mittelgroßen Städten bis zu 50.000 Einwohnern und benützt diesen Erfolg geschickt als Propaganda gegen die am 25. Mai stattfindenden EU-Wahlen. Sowohl die Konservativen als auch die Sozialdemokratie sind kritiklos EU orientiert und so setzt sich die FN von Marine Le Pen als einzige Anti-EU- Kraft ins Szene.

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HEUTE, 3. April: INTERNATIONALE KONFERENZ ZUR EXTREMEN RECHTEN IN BUDAPEST- PLUS DEMO

Liebe FreundInnen, KollegInnen, GenossInnen!

Die Erfolge des rechtsextremen FRONT NATIONAL bei den Kommunalwahlen in Frankreich zeigen einmal mehr die Bedeutung der Internationalen Konferenz zur Extremen Rechten in BUDAPEST: HEUTE am 3. April - mit anschließender DEMO gegen Orban, Jobbik & Co. auf den Gellert-Berg (ca. 17h).

Konferenz - Beginn 9h. Ort: Kossuth-Klub (neben dem Nationalmuseum; U-Bahn-Station Kalvin Ter/ Platz).

Ich werde laufend über die Konferenz berichten. Schon gestern ist eine grössere Gruppe aus Polen eingetroffen, ebenso GenossInnen aus Tschechien und Griechenland.

Aus Österreich haben wir das Transparent "SOLIDARITÄT MIT DEM WIDERSTAND IN GRIECHENLAND" mitgenommen (nicht zuletzt wegen des Terrors der griechischen Neonazi-Organisation "Goldene Morgenröte")

Mit solidarischen Grüßen

Hermann Dworczak (0043 /676/ 972 31 10)

12 Stunden für´s Kapital arbeiten?

Wie ich gerade mit Entsetzen aus den Medien erfahre, soll die tägliche Arbeitszeit auf bis zu 12 Stunden ausgedehnt werden. Diese weitere "Flexibilisierung" soll dem 8 Stunden-Tag, wofür die ArbeiterInnenbewegung opferreich gekämpft hat, endgueltig den Garaus machen. Als alter Gewerkschafter und Linker kann ich nur sagen: das darf nicht Wirklichkeit werden! Und der ÖGB ist aufgerufen MIT ALLEN KRÄFTEN DAGEGEN ZU MOBILISIEREN!

Mit solidarischen Grüßen

Hermann Dworczak (0043 /676/ 972 31 10)

Olivier Besancenot: Tuzla, die unbekannte Hauptstadt des Europas der Arbeiter_innen und der Völker

Nach seiner Rückkehr von einer Reise in das ehemalige Jugoslawien berichtet Olivier Besancenot: In Tuzla (Bosnien-Herzegowina) wird ein „exemplarischer Emanzipationskampf“ geführt. „In Anbetracht der herannahenden Europawahlen (…) ist es von öffentlichem und internationalistischem Interesse, laut zu verkünden, dass Tuzla die Hauptstadt des Europas ist, das uns fehlt.“

Warum ist Bosnien-Herzegowina Anlass für so wenig Interesse und Neugier in den Medien und in der politischen Klasse, während die Ukraine in den Schlagzeilen ist? Liegt es daran, dass es nicht zur Europäischen Union gehört? Liegt es daran, dass dieBezeichnung an den Krieg denken lässt, der vor zwanzig Jahren Hunderttausenden von Männern und Frauen das Leben gekostet hat (über 200 000 Tote und 600 000 im Exil), während der Westen weitgehend gleichgültig geblieben ist – und dies anderthalb Flugstunden von Paris entfernt? Oder liegtes daran, dass eine Mehrzahl in diesem Land mit dem Ruf des Muezzins wach wird?

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