2.000 auf Demo gegen Kommers deutschnationaler Burschenschaftler in Innsbruck - Stadt kündigt Veranstaltungsort

Fotos von der Demo gegen des Kommers der rechten Burschenschaftler in Innsbruck. Ein wichtiger Meilenstein: 2.000 DemonstrantInnen (bei der Burschenschafterdemo waren etwa 50 Hansln) und die Absage der Stadt Innsbruck per Messegesellschaft - die deutschnationalen Burschenschaftler mussten sich daher noch einen schnellen Notveranstaltungsort suchen und in die Industriezone ausweichen. Im Unterschied zum letzten Kommers der "deutschen Burschenschaften", bei denen noch Bürgermeister Van Staa eine Rede hielt - und so zu deren Salonfähigkeit beitrug - distanzierte sich die Innsbrucker Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer deutlich und lud die Burschenschafter aus den Räumlichkeiten der Messehallen aus.

Die Gegendemo wurde von einem breiten bunten Bündnis getragen - von grünen und sozialdemokratischen Organisationen, Gewerkschaftsjugend über fast alle MigrantInnenorganisationen, verschiedene linke Organisationen, studentische Gruppierungen und viele Freigeister und Unorganisierte. Sehr erfreulich: Alle Altersgruppen, vom Baby bis zur Uroma war alles auf den Beinen, die Jugend hat sich ausserordentlich stark vertreten. Dagegen schauen die Burschis ganz schön alt aus...

Fotostrecke: https://plus.google.com/photos/106866926422466611862/albums/5952099925217763713

Helmut Dahmer: Pseudonatur und Kritik. Freud, Marx und die Gegenwart. (Rezension)

Die bürgerliche Gesellschaft steckt voller Rätsel. Teil des Befreiungskampfes ist es, diese Rätsel zu knacken. Helmut Dahmer gelingt dies mit seinem Buch in eindrucksvoller Weise.

Er beginnt mit der "Kritik": "Kritik gilt gesellschaftlicher Herrschaft, die als "Natur" erscheint" (S.9). Die Psychoanalyse Freuds erhellt das, was in der Psyche und im gesellschaftlichen Leben als "fremd" erscheint. "Dass wir selbst die Rätsel-Sphinx sind, die uns den Geschichtsweg versperrt, und dass das Unheil, das uns trifft, der Bewusstlosigkeit unserer Praxis entspringt, ist die Lehre des Ödipus"(S. 36).

Obwohl sich der bürgerliche Theoretiker Freud nicht aller Implikationen seines Schaffens bewusst war- gelegentlich miss/verstand er die Psychoanalyse als "Naturwissenschaft" - eignet sich diese auch als kritische Gesellschaftstheorie. Freuds "Massenpsychologie und Ich-Analyse" ist immens wichtig für das Verständnis faschistischer Massenbewegungen. In " Die Zukunft einer Illusion" geht er hart mit der Religion ins Gericht. An manchen Stellen liest sich das Buch fast wie eine Revolutionstheorie: "Es braucht nicht gesagt zu werden, dass eine Kultur, welche eine so große Zahl von Teilnehmern unbefriedigt lässt und zur Auflehnung treibt, weder Aussicht hat, sich dauernd zu erhalten, noch es verdient" (S. 65).

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Griechenland Solidaritätskomitee Wien: Nächste Sitzung Dienstag, 26. Nov.19 Uhr Amerlinghaus

Liebe FreundInnen, KollegInnen, GenossInnen!

Das nächste Treffen des Komitees "Solidarität mit dem Widerstand in Griechenland" ist

Di. den 26. Nov. um 19h im Amerlinghaus (1.Stock- Raum 1 oder 2).

Da es aller Voraussicht nach die letzte Sitzung in diesem Jahr ist (Weihnachts-Trubel....) sollten so viele als möglich kommen!

Mit solidarischen Grüßen

Hermann dworczak (0676 / 972 31 10)

Martin Mittelmeier ADORNO IN NEAPEL (Rezension)

 

Cover: Adorno in NeapelADORNO IN NEAPEL

Um "Teddy" Adorno ist es in den letzten Jahren ruhiger geworden. Martin Mittelmeier nutzt "dessen momentane Nebensaison" (S.250) um auf einen zentralen Punkt im Leben und Schaffen der späteren Leitfigur der "Frankfurter Schule" aufmerksam zu machen.

1925 versammelt sich eine Gruppe von Linksintellektuellen in Capri, Positano und Neapel. "In dieser Zeit, in der munter auf metaphorischen Vulkanen getanzt wird,..., begeben sich vier Geistesarbeiter* in die Nähe eines wirklichen Vulkans" (S.247). Auf alle macht die Landschaft Vergils und Homers einen tiefen Eindruck. Mittelmeier legt in dem vorliegenden Buch dar, dass sie für Adorno ein Leben lang prägend ist- wenn auch in unterschiedlichen Bedeutungsgehalten.

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Griechenland Solidaritätskomitee Wien: Nächste Sitzung Dienstag, 12. Nov.19 Uhr Amerlinghaus

Liebe FreundInnen, KollegInnen, GenossInnen!

Nach der erfolgreichen Filmveranstaltung (gemeinsam mit labournet-Austria) am 7. Nov. mit über 50 TeilnehmerInnen und einer interessanten Diskussion mit dem Regisseur des Films "155 sold" - trifft sich das Komitee "Solidarität mit dem Widerstand in Griechenland"  am

Dienstag dem 12. Nov. um 19 Uhr

im Amerlinghaus im Raum 27/ 1.Stock

zu seiner nächsten Sitzung.

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GRIECHENLAND IM WÜRGEGRIFF (Rezension)

Griechenland im Würgegriff - Ein Land der EU-Peripherie wird zugerichtetDas richtige Buch zum richtigen Zeitpunkt. In prägnanter Manier erfährt man/ frau die Hintergründe der neoliberalen Raub-Politik an einem Land der EU- Peripherie .

Paul Kleiser, der als Herausgeber fungiert, hat eine Reihe linker WissenschaftleriInnen  zusammengeführt, die Griechenland von mehreren Seiten beleuchten - wirtschaftlich, sozial, politisch, aber auch kulturell. Er selbst hat einen längeren historischen Part beigesteuert ("Die Last der Geschichte" - S.12 ff.), der die realen Ursachen der wirtschaftlichen Schwäche des Landes behandelt und nicht das bewußt in Szene gesetzte Geschwätz von der "Faulheit" der GriechInnen (erinnern wir uns, daß dieses Lügengebäude vor einigen Jahren hierzulande noch überhaupt keine Rolle spielte!). Ein historischer Leckerbissen: die Unterkapitel "Byzanz" (S.18 ff.) und "Die Herrschaft der Osmanen" (S.23 ff.). Resultat der konkreten geschichtlichen Entwicklung war ein brustschwacher, peripherer Kapitalismus und ein Land, in dem - trotz formaler Unabhängigkeit seit der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts - die ausländischen "Schutzmächte" stets eine zentrale Rolle spielten.

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„155 sold“, der Film von Yiorgos Panteleakis. Do., 7. Nov. 19 Uhr

Donnerstag, 7. November 2013, 19 Uhr - bitte vormerken!

Amerlinghaus, 7, Stiftstraße 8 / Galerie / 1. Stock

FIKTION? Griechenland wurde ausgewählt, um das erste europäische Wirtschaftsexperiment und das erste westliche EU-Wirtschaft-Kriegsopfer der neuen Weltordnung zu werden.Ein Land kann nicht in Konkurs gehen wie ein Unternehmen, sodann wurden seine Besitztümer konfisziert. Und so wurde es notwendig, dass die Menschen gezwungen wurden, ihr Eigentum den (ausländischen) Banken und dem griechischen Staat zu übergeben, was die gewählten Vertreter_innen, in diesem Fall, das griechische Parlament demütig bestätigte. Dichte Rauchschwaden deckten die wütenden Proteste rund um den Sintagma Platz (Platz der Verfassung) am 28./29 Juni 2011 zu, während im griechischen Parlament eine Mehrheit von 155 Abgeordneten Griechenland verkaufte.

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Nationalratswahlen 2013: Es drohen 5 weitere Jahre Stillstand und Sozialabbau

SPÖ und ÖVP haben Stimmen verloren, die absolute Mehrheit jedoch knapp gehalten. Aller Voraussicht nach werden sie wieder ins Koalitionsbett steigen. Die Unzufriedenheit in der Gesellschaft ist - mangels einer breit aufgestellten linken Alternative - einmal mehr von der Rechten kanalisiert worden.

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