"EINRICHTEN": INTERESSANTE PRÄSENTATION VON HELMUT DAHMERS BUCH "PSEUDONATUR UND KRITIK"

Die Präsentation von Helmut Dahmers Buch "Pseudonatur und Kritik. Freud, Marx und die Gegenwart" im Amerlinghaus gestaltete sich zu einem überaus interessanten Abend. 30 - vor allem junge! - Personen kamen und es gab spannende Debatten.

Helmut Dahmer schilderte die Entstehunggeschichte seines Buches und gab einen kompakten Überblick über seinen Inhalt. Willi Waitz (Der Funke) und Hermann Dworczak (Austrian Social Forum) lieferten ergänzende Inputs.

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Diskussion zu Helmut Dahmer "Pseudonatur und Kritik. Freud, Marx und die Gegenwart". Do., 9. Jän, 19 Uhr Amerlinghaus

Über das  Buch von Helmut Dahmer "Pseudonatur und Kritik. Freud, Marx und die Gegenwart"  diskutieren am Do. 9.Jänner um 19h im Amerlinghaus:

  • Helmut Dahmer,
  • Willi Waitz (Der Funke)
  • Hermann Dworczak (Austrian Social Forum).

Die Diskussion findet im Großen Saal (Eingang vom Hof aus) statt.

 

Helmut Dahmer PSEUDONATUR UND KRITIK (Rezension)

Die bürgerliche  Gesellschaft steckt voller Rätsel. Teil des Befreiungskampfes ist es, diese Rätsel  zu knacken. Helmut Dahmer gelingt dies mit seinem Buch in eindrucksvoller Weise.

Er begint mit der "Kritik": "Kritik gilt gesellschaftlicher Herrschaft, die als "Natur" erscheint" (S.9). Die Psychoanalyse Freuds erhellt das, was in der Psyche und im gesellschaftlichen  Leben als "fremd" erscheint. "Daß wir selbst die Rätsel-Sphinx sind, die uns den Geschichtsweg versperrt, und daß das Unheil, das uns trifft,  der Bewußtlosigkeit unserer Praxis entspringt, ist die Lehre des Ödipus"(S. 36).

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KÜCHENGESPRÄCHE MIT REBELLINNEN (DVD)

In Österreich hat es im Gegensatz zu anderen Ländern- etwa Italien, Frankreich oder Polen- keinen breiten Widerstand gegen das NS-Sytem gegeben. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung hat "geschwiegen" oder kollaboriert. Aber es GAB Menschen, die nicht die "Goschn hielten" und  sich dem Nazi-Terror  widersetzten- in den unterschiedlichsten Formen.

Die vorliegende DVD handelt von vier Frauen, die Widerstand leisteten: Agnes Primocic aus Hallein, Johann Sadolschek-Zala, Slowenin  aus Südkärnten, Rosl Grossmann-Breuer aus Wien und Anni Haider, Gefangene in Wien und im Zuchthaus Aichach.  Die Gespräche mit ihnen finden in der Küche statt- daher der Titel "Küchengespräche".

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Inka Mülder-Bach: DER MANN OHNE EIGENSCHAFTEN (Rezension)

Inka Mülder-Bach  hat ein mehr als interessantes Buch geschrieben, das es ermöglicht, Musils "Mann ohne Eigeschaften" mit neuen Perspektiven zu lesen.

"Der Mann ohne Eigenschaften", an dem Robert Musil bis zu seinem letzten Lebensmoment arbeitete und mit dem er nicht fertig wurde, ist wahrscheinlich der wichtigste Roman eines österreichischen Schriftstellers im 20.Jahrhundert. Obwohl letztlich ein Torso geblieben, enthält er eine überbordende Fülle von gesellschaftlich relevanten Themen. Und das in einer sprachlichen Prägnanz, die ihresgleichen sucht (Karl Kraus ausgenommen- der jedoch bekanntlich keine Romane schrieb). Nur wenige LeserInnen haben sich an diesen "erratischen Solitär" herangewagt, die meisten von ihnen sind nicht über die ersten Teile hinausausgekommen oder haben überhaupt kapituliert. Bruno Kreisky hingegen nahm ihn mit ins schwedische Exil.

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Kurzbilanz des Griechenland-Solidaritätskomitees/ plus Protokoll der letzten Sitzung

Liebe FreundInnen, KollegInnen, GenossInnen!

Nach einem Jahr Tätigkeit des Komitees "SOLIDARITÄT MIT DEM WIDERSTAND IN GRIECHENLAND" ist es Zeit eine kurze Bilanz zu ziehen. Mit bescheidenen Kräften ist es uns gelungen eine Reihe von Aktivitäten zu setzen. Um nur einige zu erwähnen:

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Über Handelsabkommen USA-EU TAFTA droht weitere Unterhöhlung von Daten-, Klimaschutz und Sozialstandards

TAFTA - die große Unterwerfung

von Lori Wallach

Aufgeregte Politiker von Berlin bis Brüssel sehen durch den NSA-Skandal das Transatlantische Freihandelsabkommen in Gefahr. Über das, was in dem angestrebten Vertrag stehen soll, reden sie nicht so gern. Ein Blick auf die ersten Blaupausen lässt ahnen, was Europas Bürger nicht zu früh erfahren sollen.

Bereits vor fünfzehn Jahren versuchten Großunternehmen bei den Verhandlungen über das Multilaterale Investitionsabkommen (MAI) ihre Macht heimlich still und leise in unvorstellbarem Maße auszuweiten. Damals scheiterte das Projekt am hartnäckigen Widerstand der Öffentlichkeit und der Parlamente. Damit wurde unter anderem verhindert, dass sich einzelne Konzerne denselben Rechtsstatus wie Nationalstaaten verschaffen konnten. Das hätte etwa bedeutet, dass Unternehmen eine Regierung verklagen können, "entgangene Gewinne" aus Steuergeldern auszugleichen.

Jetzt aber kommen diese Pläne erneut auf den Tisch, und zwar in deutlich verschärfter Fassung. Der offizielle Name des neuen Projekts lautet "Transatlantic Trade and Investment Partnership", abgekürzt TTIP. Dieses transatlantische Handels- und Investitionsabkommen soll, ähnlich wie früher das MAI, die Privilegien von Konzernen und Investoren absichern und sogar noch ausweiten. So wollen die EU und die USA ihre jeweiligen Standards in "nicht handelspolitischen" Bereichen vereinheitlichen. Diese angestrebte "Harmonisierung" orientiert sich erwartungsgemäß an den Interessen der Konzerne und Investoren. Werden deren Standards nicht erfüllt, können zeitlich unbegrenzte Handelssanktionen verhängt werden. Oder es werden gigantische Entschädigungen für die Unternehmen fällig.

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2.000 auf Demo gegen Kommers deutschnationaler Burschenschaftler in Innsbruck - Stadt kündigt Veranstaltungsort

Fotos von der Demo gegen des Kommers der rechten Burschenschaftler in Innsbruck. Ein wichtiger Meilenstein: 2.000 DemonstrantInnen (bei der Burschenschafterdemo waren etwa 50 Hansln) und die Absage der Stadt Innsbruck per Messegesellschaft - die deutschnationalen Burschenschaftler mussten sich daher noch einen schnellen Notveranstaltungsort suchen und in die Industriezone ausweichen. Im Unterschied zum letzten Kommers der "deutschen Burschenschaften", bei denen noch Bürgermeister Van Staa eine Rede hielt - und so zu deren Salonfähigkeit beitrug - distanzierte sich die Innsbrucker Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer deutlich und lud die Burschenschafter aus den Räumlichkeiten der Messehallen aus.

Die Gegendemo wurde von einem breiten bunten Bündnis getragen - von grünen und sozialdemokratischen Organisationen, Gewerkschaftsjugend über fast alle MigrantInnenorganisationen, verschiedene linke Organisationen, studentische Gruppierungen und viele Freigeister und Unorganisierte. Sehr erfreulich: Alle Altersgruppen, vom Baby bis zur Uroma war alles auf den Beinen, die Jugend hat sich ausserordentlich stark vertreten. Dagegen schauen die Burschis ganz schön alt aus...

Fotostrecke: https://plus.google.com/photos/106866926422466611862/albums/5952099925217763713

Helmut Dahmer: Pseudonatur und Kritik. Freud, Marx und die Gegenwart. (Rezension)

Die bürgerliche Gesellschaft steckt voller Rätsel. Teil des Befreiungskampfes ist es, diese Rätsel zu knacken. Helmut Dahmer gelingt dies mit seinem Buch in eindrucksvoller Weise.

Er beginnt mit der "Kritik": "Kritik gilt gesellschaftlicher Herrschaft, die als "Natur" erscheint" (S.9). Die Psychoanalyse Freuds erhellt das, was in der Psyche und im gesellschaftlichen Leben als "fremd" erscheint. "Dass wir selbst die Rätsel-Sphinx sind, die uns den Geschichtsweg versperrt, und dass das Unheil, das uns trifft, der Bewusstlosigkeit unserer Praxis entspringt, ist die Lehre des Ödipus"(S. 36).

Obwohl sich der bürgerliche Theoretiker Freud nicht aller Implikationen seines Schaffens bewusst war- gelegentlich miss/verstand er die Psychoanalyse als "Naturwissenschaft" - eignet sich diese auch als kritische Gesellschaftstheorie. Freuds "Massenpsychologie und Ich-Analyse" ist immens wichtig für das Verständnis faschistischer Massenbewegungen. In " Die Zukunft einer Illusion" geht er hart mit der Religion ins Gericht. An manchen Stellen liest sich das Buch fast wie eine Revolutionstheorie: "Es braucht nicht gesagt zu werden, dass eine Kultur, welche eine so große Zahl von Teilnehmern unbefriedigt lässt und zur Auflehnung treibt, weder Aussicht hat, sich dauernd zu erhalten, noch es verdient" (S. 65).

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Griechenland Solidaritätskomitee Wien: Nächste Sitzung Dienstag, 26. Nov.19 Uhr Amerlinghaus

Liebe FreundInnen, KollegInnen, GenossInnen!

Das nächste Treffen des Komitees "Solidarität mit dem Widerstand in Griechenland" ist

Di. den 26. Nov. um 19h im Amerlinghaus (1.Stock- Raum 1 oder 2).

Da es aller Voraussicht nach die letzte Sitzung in diesem Jahr ist (Weihnachts-Trubel....) sollten so viele als möglich kommen!

Mit solidarischen Grüßen

Hermann dworczak (0676 / 972 31 10)

Martin Mittelmeier ADORNO IN NEAPEL (Rezension)

 

Cover: Adorno in NeapelADORNO IN NEAPEL

Um "Teddy" Adorno ist es in den letzten Jahren ruhiger geworden. Martin Mittelmeier nutzt "dessen momentane Nebensaison" (S.250) um auf einen zentralen Punkt im Leben und Schaffen der späteren Leitfigur der "Frankfurter Schule" aufmerksam zu machen.

1925 versammelt sich eine Gruppe von Linksintellektuellen in Capri, Positano und Neapel. "In dieser Zeit, in der munter auf metaphorischen Vulkanen getanzt wird,..., begeben sich vier Geistesarbeiter* in die Nähe eines wirklichen Vulkans" (S.247). Auf alle macht die Landschaft Vergils und Homers einen tiefen Eindruck. Mittelmeier legt in dem vorliegenden Buch dar, dass sie für Adorno ein Leben lang prägend ist- wenn auch in unterschiedlichen Bedeutungsgehalten.

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