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| Tariq Ali über Daniel Bensaid (1946 - 2010) |
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Nachruf
Daniel Bensaid (1946–2010)
Der französische Philosoph Daniel Bensaïd, der mit 63 Jahren [am 12. Januar 2010] gestorben ist, war einer der talentiertesten marxistischen Intellektuellen seiner Generation.
1968 war er, zusammen mit Daniel Cohn-Bendit, an der Bildung der „Bewegung des 22. März“ beteiligt, der Organisation, die zu der Erhebung beitrug, die im Mai und Juni desselben Jahres Frankreich erschütterte. Bensaïd war in seinem Element, wenn er vor einer großen Menge von Studenten und Arbeitern seine Ideen darlegen konnte. Er vermochte sein Publikum zu faszinieren, das habe ich 1969 in seiner Heimatstadt Toulouse erlebt, als wir gemeinsam vor 10.000 Menschen auf einer Wahlveranstaltung für Alain Krivine auftraten, einem der Anführer des Maiaufstands und Präsidentschaftskandidat der Ligue Communiste [seit 1975 LCR].
Hommage für Daniel Bensaid auf youtube
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| Nachruf für Daniel Bensaid (1946 - 2010): Politischer Aktivist, Intellektueller, Genosse, Freund |
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von François Sabado
Daniel ist am Dienstag, den 12. Januar, von uns gegangen. Er ist am 25. März 1946 in Toulouse geboren worden und trat sein Leben lang für revolutionäre marxistische Ideen ein.
Er gehörte zu den Gründern der Jeunesse Communiste Révolutionnaire (JCR) und der Ligue Communiste Révolutionnaire (LCR). Er war einer der führenden Aktivisten der Bewegung des Mai 68 und gehörte zu denen, die einen sehr sicheren Sinn für politische Initiative hatten. Er begriff die Dynamik der sozialen Bewegung, insbesondere die Verbindung von Studentenbewegung und dem Generalstreik der ArbeiterInnen, und war einer von denen, die verstanden hatten, dass es notwendig war, eine politische Organisation aufzubauen und die Kräfte für den Aufbau einer revolutionären Partei zu akkumulieren.
Die Qualität von Daniels Intelligenz lag in der Verbindung von Theorie und Praxis, von Intuition und Politik, von Ideen und Organisation. Er konnte sowohl einen Ordnerdienst leiten als auch ein theoretisches Werk verfassen. Er führte einen Kampf, bei dem Grundsätze und politische Grenzlinien auf der einen und Offenheit und Ablehnung von Sektierertum auf der anderen Seite miteinander verbunden waren. Daniel, dessen politische Überzeugungen tief in ihm wurzelten, war immer der erste, der die Diskussion suchte, zu überzeugen versuchte, der Positionen austauschen und sein eigenes Denken erneuern wollte.
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| "Ah! Wie schön ist das! Das ist die Revolution!" - Ernest Mandel, Rebell zwischen Traum und Tat |
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 von Fritz Keller,
30.10.2009
„Ah! Wie schön ist das! Das ist die Revolution!“, soll er euphorisch ausgerufen haben, als im Pariser Quartier Latin im Mai 1968 die Barrikaden brannten. Ernest Mandel (1923-1995), dem dieser Freudenschrei in den Mund gelegt wird, war zu diesem Zeitpunkt bereits ein langjähriger Berufsrevolutionär im Dienste der trotzkistischen Vierten Internationale. Seine einschlägige „Ausbildung“ hatte der flämische Internationalist mit jüdischen Wurzeln als Jugendlicher mit Untergrundarbeit gegen die deutschen Besatzer in Belgien begonnen. Wiederholte Verhaftungen durch die GESTAPO und eine Odyssee durch ein halbes Dutzend Nazi-Gefängnisse und Arbeitslager waren weitere Schritte seiner „Karriere“.
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| John Brown (1800 - 1859). Geißel der weißen Vorherrschaft |
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 Bild: John Brown (* 9. Mai 1800 in Torrington (Connecticut); † 2. Dezember 1859 in Charles Town, West Virginia) war ein US-amerikanischer Gegner der Sklaverei
von Terry Bisson
Vor 150 Jahren, am 16.Oktober 1859, führte der weiße Abolitionist John Brown als Anführer einer aus 19 Schwarzen und Weißen bestehenden Guerillagruppe einen Angriff auf ein Waffenarsenal der US-Armee in Harpers Ferry (Virginia) durch. Der Anschlag scheiterte; Brown wurde gefangengenommen, hingerichtet und – zusammen mit zehn seiner Männer, die bei der Aktion getötet worden waren, darunter einer seiner Söhne – auf seiner Farm in North Elba, New York, beigesetzt. Militärisch war Browns Aktion ein Fehlschlag. Doch trotz aller Verleumdungen und Schmähungen – zu Browns wenigen prominenten Verteidigern gehörten damals Henry David Thoreau, Ralph Waldo Emerson und Walt Whitman –, war die Attacke ein Fanal, das den Weg zum Bürgerkrieg eröffnete. Der folgende Beitrag erschien in der Oktober-Ausgabe des New Yorker Magazins Monthly Review (www.monthlyreview.org).
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| Leni Jungclas (1917 - 2009) |
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von Wilfried Dubois und Helmut Wendler
Unsere Genossin Helene „Leni” Jungclas ist am 28.Juni in Köln gestorben. Sie wurde am 22.August 1917 als Helene Perz in eine sozialdemokratische Kölner Arbeiterfamilie geboren. 1929 begann sie politisch aktiv zu werden, indem sie in der Freidenkerjugend mitarbeitete; bis zur Zerstörung der Arbeiterbewegung 1933 war der Freidenkerverband für Sozialisten ein Gegenstück zu den christlichen Kirchen und ein bedeutender Teil der Arbeiterkulturbewegung in Deutschland und in Österreich.
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| Paul Parin (1916 - 2009): "Ansteckende Neurosen" |
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Der Psychoanalytiker Paul Parin (1916—2009) und seine Arbeit über die „Partisanenkrankheit"
Paul Parin (geb. 20.September 1916 in Polzela, Österreich-Ungarn, heute Slowenien; gestorben am 18.Mai 2009 in Zürich) war ein schweizerischer Psychoanalytiker, Ethnologe und Schriftsteller slowenischer Abstammung.
Paul Parin wuchs in einer großbürgerlichen, jüdisch-assimilierten Familie auf dem elterlichen Gutsbesitz in Slowenien auf. Nach dem Studium der Medizin in Graz und Zagreb, das er 1942 mit der Promotion abschloss, arbeitete Parin 1944/45 als Chirurg bei den jugoslawischen Partisanen. In der Schweiz erweiterte er seine medizinische Ausbildung und wurde Neurologe und Psychoanalytiker mit eigener Praxis in Zürich.
Nach gemeinsamen Forschungsreisen vor allem in Afrika entwickelte er mit seiner Frau Goldy Parin-Matthèy (�1997) und Fritz Morgenthaler die Ethnopsychoanalyse. Seit Mitte der 60er Jahre wurden die Forscherautoren international bekannt, weil es ihnen gelungen war, die Methoden der Psychoanalyse in der Ethnologie anzuwenden. In der psychoanalytisch grundierten Feldforschungsstudie mit dem Titel Die Weißen denken zu viel (1963) wiesen sie nach, dass sich die in Europa und Nordamerika entwickelte und angewandte Psychoanalyse auch für die Arbeit mit Angehörigen anderer Herkunft eignete. Parin war einer der prominentesten Vertreter einer im Sinne radikaler Aufklärung politisch engagierten Psychoanalyse. Er hielt die Erinnerungen an seine Forschungsreisen in mehreren Büchern fest; dazu kamen in seiner letzten Lebenszeit noch eine Reihe von Erzählbänden.
Helmut Höge und Antonia Herrscher haben Paul Parin im Sommer 2008 über Jugoslawien im Zweiten Weltkrieg und die dortige Partisanenkrankheit interviewt.
Liebevoll gemachter Film, in dem Paul Parin und Goldy Parin-Matthèy über ihr gemeinsames Leben erzählen. (anklicken und dann etwas weiter unten den Film starten)
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| LEO KOFLER Leben und Werk ("Sozialistisches Strandgut" - Chr.Jünke-Rezension ) |
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Christoph Jünkes spannendes Buch über den "marxistischen Einzelgänger" Leo Kofler kommt gerade zum richtigen Zeitpunkt: Koflers Geburtstag jährt sich heuer zum 100. Mal.
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| Hans Filbinger - Der furchtbare Jurist (mit einem Kommentar von Rolf Hochhuth aus 1979) |
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Nun hat sich der baden-württembergische Ministerpräsident Oettinger von sich selber "distanziert" und sich auch noch bei den Angehörigen von Nazi-Opfern entschuldigt. Die Parteichefin hat ein Machtwort gesprochen; etwas scheint von ihrer politischen Erziehung in der DDR ja doch hängen geblieben zu sein. Wer weiß, ob sich einer der CDU-Granden aus den westlichen Bundesländern dazu hätte aufraffen können.
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| Isaac Deutscher - ein skeptischer Trotzkist (von Helmut Dahmer) |
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Isaac Deutscher wurde vor hundert Jahren als Sohn eines Druckers und Verlegers in Chrzanów (bei Krakau) geboren. Seine Vorfahren waren im 16. Jahrhundert vom bayrischen Fürth nach Galizien ausgewandert. Beide Eltern und zwei seiner Geschwister wurden im zweiten Weltkrieg von den Nazis nach Auschwitz deportiert und kamen dort um. Er selbst starb im Alter von sechzig Jahren 1967 in Rom. Seine Lebensgefährtin und Mitarbeiterin Tamara überlebte ihn um dreizehn Jahre.
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| Rosa Luxemburg, Leo Trotzki - 2 Biographien |
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Rosa Luxemburg, Leo Trotzki - zwei herausragende revolutionäre Gestalten, beide ermordet. Sie 1919 von
der Schergen der deutschen Reaktion, er 1940 durch einen Agenten Stalins. In beider Wirken und Schriften finden sich - trotz nicht zu verkleisternder Unterschiede - viele Berührungspunkte, ja Gemeinsamkeiten.
Rosa Luxemburg, Denken und Leben einer Revolutionärin
Fritz Keller / Stefan Kraft (Herausgeber)
Promedia, Wien 2OO5. 173 Seiten. 12,90 Euro
Leo Trotzki - Sozialismus oder Barbarei.
Helmut Dahmer (Herausgeber)
Promedia, Wien 2OO5. 175 Seiten. 12,90 Euro.
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| Globale Finanzkrise - Alternativen |
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