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  • Helmut Dahmer: Divergenzen - Holocaust, Psychoanalyse, Utopia. Autorezension  

    Helmut Dahmer, Wien

    Am Freitag, 5. Februar diskutierten etwa 60 Leute in Lhotzkys Buchhandlung über das neue Buch von Helmut Dahmer. Die Diskussionsthemen: Trotzki, Antisemitismus heute, Rückgang des Rassismus in den hochentwickelten Staaten, Pessimismus etc. Das Buch ist wärmstens zu empfehlen und gehört m.E. zur Basislektüre aller AktivistInnen, die im linken und emanzipatorischen Sinne wirken wollen. Unten eine Autorezension des Autors.

    Wilfried Hanser-Mantl

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    Letzter Beitrag: 07.03 23:13 von Johanna  

    Buchbesprechung Elias Bierdel: Ende einer Rettungsfahrt - Das Flüchtlingsdrame der Cap Anamur  

    Am 29. Februar 2004 bricht das erste eigene Schiff der Kölner Hilfsorganisation Cap Anamur zu seiner Jungfernfahrt auf. Niemand ahnt, dass dies auch seine letzte Fahrt sein wird. Im Frachtraum der "Cap Anamur" befinden sich neben Hilfsgütern, Lebensmitteln, Medikamenten und Jeeps auch zwei komplette Krankenhausaustattungen. Die erste wird wie geplant nach Liberia verschifft, die zweite soll via Mittelmeer und Suez-Kanal in den Irak gebracht werden. Ein Motorschaden zwingt die "Cap Anamur" in Malta Station zu machen. Bevor das Schiff seine Fahrt jedoch wie geplant fortsetzen kann, rettet die Besatzung 37 Afrikaner aus Seenot - und löst damit eine europaweite politische Krise aus. Wochenlang wird die "Cap Anamur" von Kriegschiffen belagert, verweigern italienische Behörden das Einlaufen in den Hafen Porto Empedocle. Schließlich wird es genehmigt, aber kaum an Land, werden die Afrikaner unverzüglich abgeschoben. Der Kapitän und der Erste Offizier der "Cap Anamur" sowie der Cap Anamur-Vorsitzende Elias Bierdel werden verhaftet und der Schlepperei beschuldigt.

    www.borderline-europe.de

    Siehe auch:

    Freispruch für Cap Anamur
    Abschiebelager in Lybien gibt es
    Tunesische Fischer: Zwei Jahre Haft für Rettung aus Seenot
    Ware Frau - Auf den Spuren moderner Sklaverei von Afrika nach Europa.
    Filmbesprechung: Hotel Sahara

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    Heinz Brakemeier (1925 - 2010) ist tot  

    Das Sterben will einfach nicht aufhören... Heinz Brakemeier war vielleicht nicht ganz so allgemein bekannt, aber umso wichtiger für die Geschichte des linken Sozialismus in Westdeutschland.

    Redaktion Sozialismus / VSA: Team / WISSENTransfer Heinz Brakemeier (6.5.1925-12.1.2010) Heinz Brakemeier

    (14.1.2010) Am Dienstag den 12. Januar 2010 verstarb in Frankfurt am Main Heinz Brakemeier. In Heinz Brakemeiers politischem Leben nach 1945 bündelten sich zentrale Konstellationen der westdeutschen Nachkriegslinken. Als im weitesten Sinne Angehöriger der "Flakhelfergeneration" gehörte Heinz seit 1949 in Frankfurt am Main zu den Aktivisten der ersten Stunde im Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS).

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    Buchbesprechung: Wassili Grossman: Leben und Schicksal  

    von Jochen Gester

    Der Winter steht vor der Tür, lange dunkle Abende und vielleicht eine Insel mit lohnarbeitsfreier Zeit am Jahresende. Zeit, sich auch mal wieder etwas mehr zuzumuten an schwerer Kost und langer Lektüre. Mein Tipp: Leben und Schicksal (Originaltitel: Shisn i sudba) von Wassili Grossman. Das Buch ist ein Roman und stellt das Lebenswerk des Autors dar, an dem er zwanzig Jahre gearbeitet hat. Es ist sein Vermächtnis. Der Autor war fasziniert von Tolstois Krieg und Frieden und hoffte, eine zeitgemäße Version dieses Epos zu formulieren. Das Buch umfasst die Zeitspanne von 1941 bis 1960, wobei die Kriegsjahre den Schwerpunkt bilden. Die schriftstellerische Leistung Grossmans, in mancher Hinsicht mit der Ästhetik des Widerstands von Peter Weiss vergleichbar, besteht darin, dem widersprüchlichen Doppelcharakter der damaligen Sowjetunion literarische Form zu geben. Grossman gelingt es, das große historische Verdienst der Soldaten der Roten Armee für die Niederschlagung des Hitlerfaschismus zu würdigen, ohne die gesellschaftlichen Verhältnisse zu beschönigen, die dermaßen durch den stalinistischen Terror gezeichnet waren, dass es schwerfiel, darin noch ein emanzipatives Projekt zu erkennen.

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    Leo Trotzki, Sammlung seiner Schriften  

    Eine umfangreiche Sammlung der Schriften Leo Trotzkis findet sich auf: Marxists’ Internet Archive

    Die historisch-kritische Ausgabe (mit vielen sachkundigen Querverweisen und Erläuterungen der Umstände, wie die Texte entstanden sind) sind in bisher 7 Bänden (bisher bis 1934) in ausserordentlicher Qualität dokumentiert. (Herausgeber: Helmut Dahmer) Die Bände (solide gebunden) sind einzeln (je ¤ 25 - 50,--) oder auch als vergünstigtes Paket (¤ 200,--) zu bestellen, siehe: Neuer ISP-Verlag

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    Rezension: Winfried Wolf, Sieben Krisen - ein Crash.  

    Winfrieds Wolf Buch bietet eine tiefgehende Analyse der aktuellen Krisen des globalen Kapitalismus- quer zu diversen gänzlich an der Oberfläche verharrenden "Erklärungen". Der Großteil der "Erklärungen" der aktuellen globalen Krise des Kapitalismus verbleibt weitgehend an der Oberfläche: geredet wird von einer bloßen Krise des "Finanzsektors", der "Gier der Spekulanten",... Entsprechend dürftig fallen auch die "Antworten zur Behebung der Krise" aus: Mehr Regulierung der aus den Fugen geratenen Finanzmärkte, Transaktionssteuer, etwas mehr staatliche Interventionen - also eine Priese Neokeynesianismus.

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    Rezension: Helmut Dahmer DIVERGENZEN. Holocaust, Psychoanalyse, Utopia.  

    Helmut Dahmers gesammelte Aufsätze aus mehr als drei Jahrzehnten bereiten ein nicht endenwollendes Vergnügen: in relativer Autonomie vom politischen Tageskampf, Grundfragen der Politik und der kritischen Wissenschaft zu reflektieren.

    Schon Gramsci, ursprünglich Sprachwissenschafter, entfuhr es nicht nur einmal: er möchte endlich mal was für die "Ewigkeit" produzieren - also nicht ständig unter dem Diktat des - politischen - Hic et Nunc stehen und nur das Alltagsgeschäft besorgen. Bei der Lektüre von Dahmers "Divergenzen" erging es mir ähnlich. Hier bietet sich die Möglichkeit, sich theoretisch an zentralen Fragen des 20.Jahrhunderts und eines möglichen "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" zu reiben.

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    Neuerscheinungen  

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    soeben ist Band 10 der Kritischen Interventionen erschienen:

    Zur Funktion des linken Intellektuellen - heute. In memoriam Peter von Oertzen. Hannover, Offizin.

    Mit Beiträgen von Michael Buckmiller, Gregor Kritidis, Klaus Meschkat, Wolfgang Nitsch, Joachim Perels, Christoph Spehr, Margarete Steinrücke und Michael Vester.

    Nähere Informationen findet Ihr/Sie unter: Offizin-Verlag

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    DIVERGENZEN: Holocaust - Psychoanalyse - Utopia. (Helmut Dahmer)  

    N e u e r s c h e i n u n g

    Die in diesem Band vereinigten Aufsätze und Abhandlungen gelten vor allem drei Problemen: den Nachwirkungen des „Holocaust“ (dem Antisemitismus und der Xenophobie), dem Niedergang der organisierten Psychoanalyse (und dem ungenutzten Potential der Freudschen Aufklärung), der sozialistischen Utopie und der „entgleisten“ russischen Revolution.

    Aus dem „Vorwort“:

    „Divergenzen“ sind Abweichungen vom jeweils herrschenden Common sense. Intellektueller ist, wer solcher Abweichungen fähig ist und sie zu begründen weiß… Was die Kultur ist, lernen die Einzelnen, indem sie mit ihr kollidieren. Die meisten gebrannten Kinder scheuen hernach das Feuer. Gelegentlich aber, wenn die von „Kultur“ Versehrten ihre Beschädigung nicht in eine Segnung umlügen, reagieren sie auf ihre Traumen, indem sie die Kultur, die sie prägte, nur bedingt anerkennen – wie Besiegte, die sich fügen, aber auf ihre Stunde warten. Ihr Möglichkeitssinn entwickelt sich dann im gleichen Maße wie ihr Wirklichkeitssinn. Sie müssen das, was ist, nicht heiligen, nur weil es einstweilen stärker ist als sie. Aus der Erfahrung, die alle mit der Kultur machen, die noch keine ist, erwächst ihnen die Fähigkeit, sie in Frage zu stellen, eine andere zu erdenken und für deren Realisierung einzutreten.

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    Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg  

    Das Schicksal der Soldaten aus den Kolonien

    von Peter Nowak

    Die Wanderausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg”, die erstmals im September in den Uferhallen in Berlin-Wedding gezeigt wurde, basiert auf einem Buch mit dem gleichnamigen Titel. Sie dokumentiert den Einsatz der Soldaten aus den Kolonien im Krieg gegen Hitler. Teil der Ausstellung sind auch Tafeln, die die Kollaboration mit den Nazis zeigen. Beides zusammen hat zu einer heftigen Kontroverse geführt.

    "Jetzt sind sie selbst einen furchtbaren Tod gestorben —
    durch Feuer und Schwert.
    Sie starben in ihren Häusern,
    sie starben in ihrer Stadt,
    und vielleicht ist es besser so.
    Denn sonst hätte ihnen der Tod das Herz gebrochen."

    Mit diesen Zeilen hat der philippinische Schriftsteller Nick Joaquin an die Zerstörung Manilas durch das japanische Militär erinnert. Über eine Million Menschen sind dabei gestorben. In Deutschland ist davon nichts bekannt. Darüber informiert die Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg” auf 96 Schautafeln, die in den nächsten Monaten in verschiedenen deutschen Städten zu sehen sind. Grundlage der Ausstellung ist das von dem Kölner Journalisten Karl Rössel herausgegebene Buch "Unsere Opfer zählen nicht", das im Verlag Assoziation A herausgegeben wurde. Dort erzählen Rössel und andere Autoren den Zweiten Weltkrieg aus einer afrikanischen, südamerikanischen, asiatischen und ozeanischen Perspektive.

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    Letzter Beitrag: 27.10 01:15 von Lou  

    Klimagipfel
    * Verändert die Welt - nicht das Klima. Flugi der IV. zum Klimagipfel
    * Kapitalismus, "Minuswachstum", Ökosozialismus. Drei Antworten auf die Klimakrise
    * Ein Abkommen von Kopenhagen wird es nicht geben
    * Klimawandel: Ein Betrag von Michael Löwy zur Klimadebatte
    * Klima - Gegengipfel in Kopenhagen
    * Elmar Altvater: Marsch ins Treibhaus
    * Letzte Hoffnung Kopenhagen? Ändert das System - dann rettet ihr den Planeten!
    * Europäische Verkehrswende JETZT! Sonderheft LP21 extra 01

    Globale Finanzkrise - Alternativen ?
    * Sammlung von linken Analysen, Hintergrundberichten, Diskussionsbeiträgen, Alternativen.
    * Neue Serie

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